VfL Bochum: Reis erwartet mehr von Ganvoula

Trainer bemängelt Kaltschnäuzigkeit im Team

Silvere Ganvoula im Spiel gegen Hannover.

Silvere Ganvoula führt den Bochumer Sturm mit zehn Toren an. ©imago images/RHR-Foto

32 Treffer erzielte der VfL Bochum im bisherigen Saisonverlauf – Nur die Spitzenteams Bielefeld und Hamburg zeigten sich noch torhungriger. Trainer Thomas Reis sieht trotzdem noch Luft nach oben.

„Ich war nicht mit allem zufrieden, wir müssen vor dem Tor noch kaltschnäuziger werden“, fordert der 46-Jährige im Kicker (Ausgabe vom 13.01.2020) mehr Effektivität und lässt dabei auch seinen treffsichersten Stürmer nicht außen vor: „Das gilt auch für Silvere Ganvoula, wenngleich wir natürlich über seine zehn Tore froh sind.“

Balance entscheidend

Um den Kongolesen zu entlasten, opferte Reis bereits in den beiden Spielen vor der Winterpause einen offensiven Mittelfeldspieler, um Ganvoula in Person von Manuel Wintzheimer einen weiteren Stürmer an die Seite zu stellen. Aus dem sonst praktizierten 4-2-3-1 wurde ein 4-4-2, das auch in der Zukunft häufiger vorstellbar ist.

„In der Hinrunde haben wir zu oft nur reagiert, deshalb wollen wir in der zweiten Saisonhälfte aktiver werden. Vielleicht werden wir auch mit einer anderen Grundordnung auflaufen“, erklärt Reis Gedankenspiele, die sich möglichst bald in den Ergebnissen wiederspiegeln sollen. Als reines Bekenntnis zu mehr Offensive soll seine Forderung an die Spieler jedoch nicht missverstanden werden.

Knackiges Auftaktprogramm

„Mehr Bereitschaft zur Verteidigung“ fordert er von allen Mannschaftsteilen und spricht damit den Hauptgrund an, warum sich der VfL trotz torgefährlicher erster Saisonhälfte gefährlich nahe an der Abstiegszone bewegt: Die 34 Gegentreffer, die Bochum bisher hinnehmen musste, werden nur von Wehen Wiesbaden und Karlsruhe überboten.

Reis‘ Forderung nach einem aktiveren  Spielstil dürften zum Liga-Start auf eine harte Probe gestellt werden und vermutlich nicht gleich umgesetzt werden: Mit Bielefeld, Hamburg und Stuttgart warten an den ersten vier Spieltagen gleich die Top-3 der Liga. Hier dürfte dann die Kaltschnäuzigkeit gefragt sein, die der VfL-Coach bisher vermisste.

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