1. FC Union Berlin: Daniel Mesenhöler im Sommer weg?

Vertrag des Torhüters läuft aus

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 13.07.20 | 09:30
Daniel Mesenhöler

Trotz guter Leistungen nur die Nummer zwei: Daniel Mesenhöler © Imago

In der vergangenen Saison machte Daniel Mesenhöler erstmals auf sich aufmerksam, als er in der zweiten Runde des DFB-Pokals die Offensive von Borussia Dortmund reihenweise zur Verzweiflung trieb und so den 1. FC Union Berlin im Signal-Iduna-Park ins Elfmeterschießen rettete, das die Eisernen dann aber verloren.

Erstmals in der 2. Bundesliga kam der im Sommer 2016 vom 1. FC Köln nach Berlin-Köpenick gewechselte Schlussmann dann allerdings erst am 23. Spieltag und auch nur, weil sich Stammkeeper Jakob Busk verletzte. Mesenhöler überzeugte aber auch in der Liga und blieb bis zum Ende der Saison zwischen den Pfosten, obwohl Busk längst wieder fit war.

Vor der laufenden Saison allerdings verlor Mesenhöler das von Neuem ausgerufene Duell mit Busk knapp und durfte bisher nur im Pokal ran. Und am Dienstagabend lief der 22-Jährige wiederum in der zweiten Runde bei einem klar favorisierten Bundesligisten zu Hochform auf. Bei Bayer Leverkusen unterlag Union am Ende zwar (zu hoch) mit 1:4, doch Mesenhöler konnte sich wie schon in Dortmund vor einem Jahr mehrfach auszeichnen.

Mesenhöler zeigt sich realistisch

Gleichwohl droht dem 1,87 Meter großen Torhüter am Sonntag im Spiel beim MSV Duisburg wieder die Ersatzbank, gab Busk doch bisher keinen Anlass, um über einen dauerhaften Wechsel im Tor nachzudenken.

„ Wenn Jakob sich nicht verletzt, dann war das wohl mein letztes Spiel in der Saison. ”
Daniel Mesenhöler

Mesenhöler sieht seine Lage daher durchaus nüchtern: „Wenn Jakob sich nicht verletzt, dann war das wohl mein letztes Spiel in der Saison“, wobei der ehemalige Junioren-Nationaltorwart im Berliner Kurier dennoch ankündigte, sich für den Fall der Fälle bereit zu halten: „Aber das ist egal. Ich arbeite weiter so wie ich jede Woche gearbeitet habe. Es kann immer was passieren.“

Parallel dazu dürfte Mesenhöler aber auch seine eigene Situation überdenken. Aufgrund seines auslaufenden Vertrages befindet sich der Keeper in einer guten Position, zumal seine Leistungen andernorts sicher nicht verborgen geblieben sind. Sollte es nicht gelingen, Busk zu verdrängen, ist ein Abschied nach dieser Saison wahrscheinlich. Mit dem klaren Ziel, bei einem neuen Klub die Nummer eins zu sein.

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