1. FC Union Berlin: Zerfällt die Mannschaft im Sommer?

Mehrere Stammkräfte wollen offenbar weg

Felix Kroos

Einer von mehreren Profis, die Wechselabsichten hegen sollen: Felix Kroos © Imago

Es sind unruhige Zeiten rund um den 1. FC Union Berlin. Die Eisernen hinken sportlichen den Erwartungen und auch den eigenen Ansprüchen weit hinterher. Rechnerisch ist Relegationsplatz drei angesichts von nur sechs Punkten Rückstand zwar noch drin, doch nur zwei Siege aus den letzten zwölf Spielen dienen nicht als Mutmacher.

Auch nicht die Bilanz von Trainer Andre Hofschneider, seit dessen Amtsantritt Union aus neun Partien nur acht Punkte holte. Längst gilt ein erneuter Trainerwechsel im Sommer als wahrscheinlich und nach Informationen von Sport 1 soll Hofschneider im Falle einer Niederlage am Sonntag im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue schon wieder das Aus drohen.

Für die neue Saison wird derweil trotz eines klaren Dementis von Seiten des Braunschweiger Trainers unverändert Torsten Lieberknecht als Wunschkandidat gehandelt. Gerüchte über eine bereits erfolgte Einigung stehen weiter im Raum.

Kroos dementiert Bericht

Möglicherweise steht Union sogar vor einem weitreichenden Umbruch im Sommer. Gelingt der Aufstieg nicht, wäre Abwehrchef Toni Leistner definitiv weg. Für den Innenverteidiger, dessen Arbeitspapier nur für die Bundesliga bis 2019 gilt, sollen sich der 1. FC Köln und wie vergangenen Sommer auch wieder Norwich City interessieren. Laut dem Portal readnorwich.com hat der englische Zweitligist Leistner weiter auf dem Schirm.

Laut „Sport 1“ planen aber noch fünf weitere Stammkräfte den Absprung. Felix Kroos, Steven Skrzybski, Simon Hedlund, Kristian Pedersen und Marcel Hartel wollen demnach weg und sollen von ihren Beratern schon auf dem Markt angeboten werden.

Das Quintett besitzt aber ausnahmslos noch Verträge über diese Saison hinaus und nur beim unter anderem mit dem FC Schalke 04 in Verbindung gebrachten Skrzybski ist eine Ausstiegsklausel bekannt. Für Hartel besitzt der 1. FC Köln unterdessen eine Rückkaufoption, die allerdings wohl erst ab 2019 gezogen werden kann.

Jedes Wort darüber ist eines zu viel. Die Unwahrheit, Quatsch. ( Felix Kroos)

Von den fünf Spielern äußerte sich auf Nachfrage der Bild nur Kapitän Kroos zu dem Bericht und bestritt jeglichen Wahrheitsgehalt: „Jedes Wort darüber ist eines zu viel. Die Unwahrheit, Quatsch.“ Nichtsdestotrotz bleibt abzuwarten, wie es in diesen und weiteren Personalien in Berlin-Köpenick weitergeht.

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