16. Spieltag: FC Ingolstadt gegen SV Sandhausen – Schanzer wollen Erfolgsserie fortsetzen

Autor: Christian Slotta Veröffentlicht: Donnerstag, 19.11.20 | 09:30

Beim FC Ingolstadt herrscht derzeit richtig gute Stimmung. Seit vier Spielen sind die Oberbayern nun schon ungeschlagen, haben zuletzt sogar beim Spitzenreiter Köln gewonnen und sich damit vom letzten auf den 15. Rang vorgearbeitet. Mit einem Sieg über den SV Sandhausen würden die Schanzer mindestens einen weiteren Platz in der Tabelle gutmachen und hätten damit den Anschluss ans Mittelfeld geschafft. Doch man tut gut daran, die Mannschaft von Alois Schwarz nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, auch wenn die Nordbadener in dieser Saison ihre Punkte eher zuhause als auf fremden Plätzen eingesammelt haben. Zwar stehen nur ein Sieg und ein Unentschieden aus den bisherigen sieben Auswärtsspielen zu Buche, doch oft genug machten die defensiv gut aufgestellten Sandhäuser ihren Gegnern das Toreschießen denkbar schwer. „Wir verkaufen uns gut, spielen sehr diszipliniert, nur der Ertrag stimmt bisher nicht“, meint SVS-Trainer Alois Schwartz und hofft darauf, heute nicht mit leeren Händen nach Hause fahren zu müssen.

Schanzer-Coach Ralph Hasenhüttl hat derzeit ein Luxusproblem, mit Ausnahme von Verteidiger Leon Jessen (Knieprobleme) steht dem Übungsleiter derzeit der gesamte Spielerkader zur Verfügung, was einerseits zwar den internen Konkurrenzkampf verschärft, andererseits für einige Härtefälle sorgt. Andre Mijatović etwa, in der Vorsaison noch Abwehrchef der Ingolstädter, kam seit seiner verletzungsbedingten Pause nicht mehr zum Zug, weil sich das Innenverteidigerduo Ralph Gunesch und Marvin Matip gut harmoniert und kaum eine Blöße gibt – in den letzten vier Spielen gab es lediglich einen Gegentreffer. Selbst der ungarische Nationalspieler Tamás Hajnal sitzt derzeit häufig auf der Bank, weil seine Position in dem von Hasenhüttl meist bevorzugten 4-3-3-System gar nicht vorgesehen ist. Und Almog Cohen muss sich nach abgesessener Rotsperre wohl zunächst ebenfalls mit der Reservistenrolle zufriedengeben, da der für ihn eingesprungene Roger die Sechserposition in den letzten beiden Spielen zufriedenstellend ausgefüllt hat. Unter dem Strich ist also damit zu rechnen, dass am heutigen Mittag die selbe Startformation auflaufen wird wie zuletzt gegen Aalen und in Köln.

Bei den Gästen aus Nordbaden hingegen gibt es personelle Probleme, insbesondere im Offensivbereich drückt derzeit der Schuh. Sowohl Routinier Frank Löning als auch Danny Blum waren zuletzt angeschlagen, haben gerade erst wieder das Training aufgenommen und werden heute allenfalls von der Bank kommen können. Ranisav Jovanovic, der mit fünf Treffern beste Torschütze der Kurpfälzer, musste am Donnerstag die Übungseinheiten mit Beschwerden im Oberschenkel abbrechen. Richtig fit ist augenscheinlich derzeit nur Nicky Adler, der somit möglicherweise – für ihn ungewohnt – als einzige Sturmspitze auflaufen könnte, sofern Jovanovic nicht doch von Beginn an spielen kann. Die Entscheidung darüber wird kurzfristig fallen.

Wie alle anderen Spiele wird auch diese Partie ausschließlich im Pay-TV bei Sky und Liga Total übertragen. Einen offiziellen Live-Stream im Internet gibt es mit Ausnahme von Sky Go leider nicht, allerdings sollte man auf den einschlägigen Seiten einen funktionierenden Stream finden. Ansonsten bietet es sich an, die 90 Minuten in einem der zahlreichen Live-Ticker zu verfolgen oder aber auf das Fußballradio „Sport1.fm“ auszuweichen.

Voraussichtliche Aufstellungen:

FC Ingolstadt: Özcan – da Costa, Gunesch, Matip, Danilo – Morales, Roger, Groß – Hartmann, Eigler, Caiuby

SV Sandhausen: Riemann – Schauerte, Olajengbesi, Schulz, Achenbach – Linsmayer, Tüting – Stiefler, Ulm, Adler – Jovanovic