Die Krise des FC Ingolstadt verschärft sich weiter

Schanzer mit sechster Niederlage in Folge

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 14.11.19 | 08:57
Alexander Nouri

Vierte Niederlage im vierten Spiel: Alexander Nouri © Imago / Stefan Bösl

Eigentlich sollte das Kellerduell beim SV Sandhausen für den FC Ingolstadt nach der zweiten Länderspielpause zum Neustart werden. Doch anstatt den zweiten Teil der Hinserie mit einem Erfolgserlebnis zu beginnen, schlittern die Schanzer immer tiefer in die Krise. Das 0:4 in der Kurpfalz war bereits die sechste Niederlage in Serie und die jüngsten vier davon setzte es bereits unter dem neuen Trainer Alexander Nouri.

Längst muss man davon sprechen, dass der Trainerwechsel weitgehend verpufft ist. Nouri ließ zwar auch in Sandhausen nichts unversucht und baute seine Startelf im Vergleich zum 1:2 gegen den SC Paderborn gleich auf fünf Positionen um, doch der erhoffte Ertrag blieb aus. Auch deshalb, weil sich der FCI nach einem ordentlichen Start in die Begegnung früh wieder selbst auf die Verliererstraße brachte.

Bereits in der siebten Minute ging Sandhausen per Elfmeter in Führung, nachdem mit Marvin Matip einem der erfahrensten Akteure ein Foulspiel an Fabian Schleusener unterlaufen war. Danach war Ingolstadt das Bemühen zwar nicht abzusprechen, doch fehlte es im Spiel nach vorne an der zündenden Idee und der nötigen Durchschlagskraft.

Das nächste Kellerduell steht an

Und als nach der Pause zumindest etwas mehr Schwung ins Spiel der Schanzer zu kommen schien, ermöglichte ein höchst unglücklicher Zusammenstoß zwischen dem neu ins Team gerückten Torhüter Philipp Heerwagen und Benedikt Gimber Sandhausens Denis Linsmayer in der 66. Minute das 2:0. Damit war die Luft weitgehend raus, doch dass es noch zwei weitere Gegentreffer setzte, spiegelt den derzeitigen Zustand des FCI wider.

„ Es hilft nichts, jetzt in Selbstmitleid zu verfallen. ”
Alexander Nouri

Trotz des erneut heftigen Rückschlages ist Coach Nouri aber nicht bereit, die Flinte ins Korn zu werfen. „Natürlich ist es bitter und tut richtig weh. Aber es hilft nichts, jetzt in Selbstmitleid zu verfallen – wir müssen uns da selbst wieder rausziehen“, kündigt der 39-Jährige auf der vereinseigenen Webseite weiter harte Arbeit an, wohlwissend, dass weitere Niederlagen auch für sein persönliches Standing nicht unbedingt förderlich wären.

Die nächste Gelegenheit, die Wende zu schaffen, ist zugleich ein Schlüsselspiel. Am nächsten Sonntag gastiert der MSV Duisburg zum nächsten Kellerduell im Audi-Sportpark. Dann ist ein Sieg mehr oder weniger Pflicht, soll der Anschluss ans Tabellenmittelfeld nicht komplett abreißen.

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