FC Ingolstadt: Es fehlt der letzte Tick

Schanzer im Abschluss zu harmlos

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 04.03.19 | 12:10
Dario Lezcano

Gegen Köln sehr engagiert, aber wieder ineffektiv: Dario Lezcano (r.) © Imago / Sven Simon

Nach dem vielversprechenden Start ins neue Jahr mit neun Punkten aus den ersten vier Spielen ist der FC Ingolstadt zurück auf einem direkten Abstiegsplatz. Wie schon eine Woche zuvor beim FC St. Pauli (0:1) waren die Schanzer auch am gestrigen Sonntag gegen den 1. FC Köln die aktivere Mannschaft mit deutlich mehr Torschüssen (13:8), unterlagen am Ende dem Spitzenreiter aber dennoch mit 1:2.

Trainer Jens Keller haderte anschließend vor allem mit Schiedsrichter Florian Heft, der den Gästen einen zwar harten, aber durchaus vertretbaren Elfmeter gab, Ingolstadt indes kurz vor Schluss einen möglichen Strafstoß verweigerte: „Wenn man den Elfmeter, den wir kriegen, bekommt, muss man in der letzten Minute unseren Elfmeter geben. Der war deutlich klarer“, zitiert der Donaukurier den insgesamt mit der Schiedsrichterleistung unzufriedenen Keller.

Nun geht es zur besten Abwehr der Liga

Allerdings wäre es sicherlich nicht richtig, die Schuld für die Niederlage nur beim Schiedsrichter zu suchen. Vielmehr müssen sich die nach St. Pauli auch Köln spielerisch überlegenen Schanzer (jeweils 59:41 Prozent Ballbesitz) wieder einmal an die eigene Nase packen. Denn der Umgang mit den eigenen Torchancen war erneut alles andere als überzeugend. Mehrfach wurde aus guten Positionen verzogen (Sonny Kittel, Thomas Pledl, Dario Lezcano), während Almog Cohen den Ball im Strafraum nicht richtig traf.

Mittelstürmer Lezcano rieb sich auf gewohnte Art und Weise in Zweikämpfen auf, zielte bei seiner besten Chance aber knapp am langen Pfosten vorbei. Letztlich verfehlte Ingolstadt in unschöner Regelmäßigkeit das gegnerische Tor, sodass Kölns Keeper Timo Horn nur bei Flanken eingreifen, aber keinen einzigen Torschuss abwehren musste – bis zum späten Anschlusstreffer durch Björn Paulsen.

Nicht von ungefähr stellt Ingolstadt mit erst 24 Toren die ligaweit zweitschwächste Offensive hinter dem MSV Duisburg (23). Und nun geht es zum 1. FC Union Berlin, der mit erst 21 Gegentoren über die beste Hintermannschaft verfügt. Mit Ex-Union-Coach Keller könnte Ingolstadt aber einen Trumpf besitzen, der in der Trainingswoche an einem passenden Plan gegen seine alten Schützlinge basteln wird.

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