FC Ingolstadt: Keller übernimmt

Ex-Union-Trainer wird Nouri-Nachfolger

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Samstag, 01.12.18 | 07:31
Jens Keller wird neuer Trainer des FC Ingolstadt

Jens Keller kennt die 2. Bundesliga aus seiner Zeit bei Union Berlin. ©Imago

UPDATE 13.14 Uhr: Der FC Ingolstadt hat die Verpflichtung von Jens Keller bestätigt. In einer Mitteilung des Vereins sagt Geschäftsführer Sport und Kommunikation Harald Gärtner: „Wir sind nach den gemeinsamen Gesprächen zur Überzeugung gekommen, dass unsere Mannschaft unter Jens Keller wieder in die Spur findet und erfolgreich punkten wird.“ Wie vermeldet betreut Interimstrainer Roberto Pätzold die Mannschaft noch bis Sonntag.

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Die Amtszeit von Roberto Pätzold als Interimstrainer endet offenbar am Samstag. Nach Informationen von Sky hat der FC Ingolstadt Jens Keller als Nachfolger des entlassenen Alexander Nouri verpflichtet. Der früher Trainer von Union Berlin soll zunächst bis Saisonende unterschrieben haben. Bei der Partie des FCI gegen den HSV wird er jedoch noch nicht auf der Bank Platz nehmen.

Bundesliga-Erfahrung statt Feuerwehrmann

Mit der Verpflichtung von Keller hat Ingolstadt erneut Wert gelegt auf einen aus der Bundesliga bekannten Namen. Nach dem früheren Werder-Coach Nouri kommt mit Keller ein Mann, der beim VfB Stuttgart und dem FC Schalke 04 in der höchsten deutschen Spielklasse tätig war. Dementsprechend kostspielig könnte die Anstellung des gebürtigen Stuttgarters werden.

Bei Union Berlin hatte der 48-Jährige im Rahmen seines bis dato letzten Engagements auch die 2. Bundesliga kennengelernt. Die Köpenicker hatten sich im Dezember 2017 trotz immer noch aussichtsreicher Position im Aufstiegsrennen von ihm getrennt.

Nun soll er die „Schanzer“ aus dem sportlichen Tal wieder in sichere Gefilde leiten. Dabei ähnelt die Situation, in der sein Vorgänger Alexander Nouri den FCi übernommen hatte, im Übrigen durchaus der Lage des VfB Stuttgart 2010, wo Keller im Oktober als Cheftrainer übernahm, während der VfB am Tabellenende stand. Als nach zwei Monaten keine Besserung eintrat, musste auch er seinen Platz räumen und wurde durch Bruno Labbadia ersetzt.

Schwierige sportliche Phasen sind dem Ex-Profi also vertraut, als Feuerwehrmann kann er jedoch nicht gelten. Mittelfristig könnte jedoch wie bei Union und auch auf Schalke bewiesen mit ihm ein strukturierter und erfolgreicher Fußball in den Audi Sportpark zurückkehren.

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