FC Ingolstadt: Markus Suttner will mit aller Macht weg

Berater macht öffentlich Druck

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 22.06.17 | 18:54
Maik Walpurgis

Maik Walpurgis benötigt möglicherweise einen neuen Linksverteidiger © Imago / Sportfoto Rudel

Der FC Ingolstadt ist mit seinen Kaderplanungen für die neue Saison, in der zwar nicht der Aufstieg das ausdrückliche Ziel ist, die Schanzer aber schon eine gute Rolle spielen wollen, schon recht weit. Zumindest dann, wenn man das umworbene Trio Marcel Tisserand, Markus Suttner oder Dario Lezcano fest zum Aufgebot zählt.

Doch gerade im Falle von Linksverteidiger Suttner scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen. Der 30-Jährige, der vor kurzem aus der österreichischen Nationalmannschaft zurückgetreten ist, will unbedingt ein Angebot des englischen Erstliga-Aufsteigers Brighton & Hove Albion annehmen, zu dem bereits Pascal Groß gewechselt ist.

Klare Aussagen von Berater Klimesch

Anders als Groß besitzt Suttner aber keine Ausstiegsklausel in seinem noch ein Jahr laufenden Vertrag und kann nur wechseln, wenn Ingolstadt die Freigabe erteilt. Das ist bislang aber trotz eines Ablöseangebots über 2,5 Millionen Euro, das die Schanzer abgelehnt haben, aber nicht passiert.

Sehr zum Ärger von Suttner und dessen Berater Markus Klimesch, der sich nun via Bild zu Wort meldete: „Das Angebot aus Brighton ist absolut angemessen und ein Fünffaches von dem, was Ingolstadt vor zwei Jahren an Austria Wien überwiesen hat.“

„ Hier wird ein Millionen-Poker auf dem Rücken des Spielers ausgetragen. ”
Markus Suttner

Dass Ingolstadt stattdessen vier bis fünf Millionen Euro fordern soll, stößt Klimesch sauer auf: „Es macht keinen Sinn, einen Spieler gegen seinen Willen zu halten. Hier wird ein Millionen-Poker auf dem Rücken des Spielers ausgetragen. Das schadet ihm!“

Klar, dass Klimesch mit diesen Aussagen den Druck erhöhen und letztlich die vom FCI mehrfach verweigerte Freigabe erzwingen will. Da Suttner laut Aussage seines Beraters „unbedingt wechseln“ wolle und „die Premier League sein absoluter Traum“ sei,  würde Ingolstadt Gefahr laufen, einen höchstgradig unzufriedenen Spieler in seinen Reihen zu halten. Wahrscheinlich, dass der Poker zwar noch etwas weitergeht, Suttner sich aber am Ende in Richtung Brighton verabschieden wird.

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