FC Ingolstadt: Neuer Sportdirektor hat keine Eile

Harald Gärtner bis auf Weiteres in Doppelfunktion

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 06.11.18 | 16:34
Angelo Vier

Ein Nachfolger für Angelo Vier steht noch nicht in den Startlöchern © Imago / Stefan Bösl

Nach den jüngsten beiden Unentschieden sieht der FC Ingolstadt zumindest langsam wieder Licht am Ende des Tunnels, wenngleich die Lage beim Tabellenschlusslicht angesichts von nur sieben Punkten aus den ersten zwölf Spielen natürlich unverändert schwierig ist.

Vor der Länderspielpause wartet auf Ingolstadt nun am Sonntag gegen Arminia Bielefeld wieder einmal ein Schlüsselspiel gegen ein anderes Krisenteam. Nachdem die ersten Duelle dieser Art beim SV Sandhausen (0:4) und gegen den MSV Duisburg (1:1) nur bedingt erfolgreich waren, soll dann unbedingt ein Dreier her.

Spekulationen, dass im Falle einer Enttäuschung gegen Bielefeld der erst im September gekommene Trainer Alexander Nouri bereits wieder wackeln könnte, entgegnete Geschäftsführer Harald Gärtner im Donaukurier unterdessen entschieden. „Das ist unnötiger Druck, den lassen wir uns im Moment nicht aufzwängen.“

Rückendeckung für Nouri

Vielmehr genießt Nouri trotz der überschaubaren Ausbeute von zwei Punkten aus sechs Spielen aktuell die Rückendeckung der Verantwortlichen. „Wir müssen uns wieder neu ausrichten und die Mannschaft stark machen gegen Bielefeld. Das ist insbesondere seine Aufgabe als Cheftrainer, dabei unterstützen wir ihn bestmöglich“, so Gärtner weiter.

„ Es ist wichtig, dass wir das ganze Gebilde stabil bekommen. ”
Harald Gärtner

Der 49-Jährige ist derzeit nicht nur als Geschäftsführer, sondern nach der Trennung von Angelo Vier in Doppelfunktion auch als Sportdirektor gefordert. Die Priorität liegt gleichwohl dennoch nicht darauf, einen Vier-Nachfolger zu finden. „Es ist wichtig, dass wir das ganze Gebilde stabil bekommen. Dann kann man in den nächsten Wochen mit Ruhe und ohne Druck auf die Suche nach einem neuen Sportdirektor gehen.“

Ein Sieg gegen Bielefeld wäre in dieser Hinsicht sicherlich ein erster Schritt, der vorerst Ruhe brächte und sowohl Coach Nouri als auch Gärtner zumindest zwei Wochen lang ein konzentriertes Arbeiten ermöglichen würde. Möglicherweise auch im Hinblick auf die Suche nach einem neuen Sportchef, dessen Verpflichtung vor der winterlichen Transferperiode Sinn ergeben würde.

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