FC Ingolstadt: Wer kommt in Frage?

Welcher Trainer passt zum FCI?

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Mittwoch, 28.11.18 | 07:50
Thomas Linke ist sportlicher Berater beim FC Ingolstadt

Thomas Linke bekommt schon in seiner zweiten Woche als sportlicher Berater eine wichtige Aufgabe. ©Imago/Stefan Boesl

Mit der Entlassung von Alexander Nouri nach nur zwei Monaten beginnt das Rätselraten um seinen Nachfolger auf der Bank des FC Ingolstadt. Interimscoach Roberto Pätzold verfügt nicht über die nötige Lizenz, sodass innerhalb von 14 Tagen eine dauerhafte Lösung gefunden werden muss. Doch welche Trainer kämen in Frage für den tief gefallenen Bundesligaabsteiger von 2017? Der vergangene Woche als externer sportlicher Berater zurückgeholte Thomas Linke bekommt bei der Suche gleich Gelegenheit, seinen Wert zu beweisen.

Feuerwehrmann oder langfristige Lösung?

Der neue Mann müsste zum einen kurzfristig in der Lage sein, die Mannschaft aus dem Keller zu führen. Mittelfristig wird aber ein Coach gebraucht, der mit einem für Zweitligaverhältnisse hochkarätigen Kader umgehen kann und nach Möglichkeit einen offensiven Fußball spielen lässt. Auf der anderen Seite stellt ein Engagement beim FCI zum jetzigen Zeitpunkt für einen Trainer auch ein Risiko für die eigene Reputation dar, wie Alexander Nouri am eigenen Leib erfahren musste. Wer wäre also bereit zu übernehmen?

Alle drei Kriterien sprechen in jedem Fall gegen junge, relativ unerfahrene Trainer. Verfügbar sind Namen wie Ismail Atalan, der zuletzt bei frei werdenden Trainer-Posten immer gespielt wurde. Allerdings wäre er bereits nach der Entlassung von Stefan Leitl verfügbar gewesen und wurde nicht geholt.

Kenan Kocak, der kürzlich beim SV Sandhausen weichen musste, würde mit seiner Art Fußball spielen zu lassen zur momentanen sportlichen Situation passen. Eine massierte Defensive und schnelles Umschaltspiel wären die naheliegenden Mittel, um im Tabellenkeller bestehen zu können. Mittel- und langfristig ist in Ingolstadt jedoch wohl eine andere sportliche Ausrichtung gewünscht.

Heiko Vogel in seiner Zeit bei Sturm Graz

Ist Heiko Vogel als bekanntes Gesicht der Richtige für den FCI? ©Imago/Eibner Europa

Vogel mit Verbindungen zum FCI

Seit Anfang November wieder auf dem Markt ist Heiko Vogel, der eine Vergangenheit beim FCI hat. Unter Thorsten Fink arbeitete der 43-Jährige als Co-Trainer. Bevor er vor drei Wochen bei Sturm Graz gehen musste, war er beim FC Bayern im Nachwuchsbereich tätig und coachte den FC Basel.

In der Schweiz wurde er Meister und Pokalsieger, letzteren Titel holte er auch mit Sturm in Österreich. Mit prominent besetzten Kadern kennt er sich dementsprechend aus. Bei Graz demonstrierte er taktische Flexibilität, passte sich oft dem Gegner an, was auch jetzt beim FCI gefragt sein dürfte. Bei Basel hingegen setzte er konsequent auf ein 4-4-2 mit zwei Stoßstürmern.

Nach 14 sieglosen Spielen endete seine Amtszeit in Graz, nachdem im Sommer ein starker Aderlass den Kader deutlich geschwächt hatte. Unter anderem verließ Thorsten Röcher den Klub, um nach Ingolstadt zu gehen. Unter Vogel traf er in der letzten Rückrunde vier Mal und lieferte sieben Vorlagen, eine Statistik von der er im Moment weit entfernt ist.

Für Vogel spräche aber nicht nur diese alte Bekanntschaft. Den neuen sportlichen Berater Thomas Linke kennt er aus seiner Zeit bei den Bayern, wo Linke als Führungsspieler in der U23 seine Karriere ausklingen ließ, während Vogel die U17 trainierte.

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