FC Ingolstadt: Zwischenbilanz der Neuzugänge 2017/18

Wer hat eingeschlagen, wer nicht?

Autor: Christian Slotta Veröffentlicht: Sonntag, 05.11.17 | 08:10
Marcel Gaus jubelt für den FC Ingolstadt

Durchaus überzeugend: Marcel Gaus beim FCI. ©Imago/Dennis Hetzschold

Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt scheint langsam in Fahrt zu kommen. Nach eher zähem Beginn klettern die Schanzer in der Tabelle immer weiter nach oben. 17 Zähler aus zwölf Spielen bedeuten Rang sieben im Klassement. Welche Rollen haben dabei die Neuzugänge übernommen? Wir ziehen ein erstes Fazit.

Marco Knaller
Der Schlussmann aus Österreich kam von Ligakonkurrent Sandhausen. Knaller muss sich als Nummer zwei gedulden, an Stammkeeper Örjan Nyland ist schlicht kein Vorbeikommen.

Christian Träsch
Erst zum Ende der Transferperiode kam der frühere Nationalspieler zum FCI. Eingewöhnungsprobleme gab es keine, Träsch schnappte sich sofort einen Stammplatz und spielt eine richtig gute Saison. Bei den Schanzern kam er bislang sowohl auf gewohnter Position als Rechtsverteidiger zum Einsatz als auch als Abräumer im defensiven Mittelfeld.

Takahiro Sekine
Der 22-jährige Japaner kam von den Urawa Red Diamonds. Die Zwischenbilanz bei ihm fällt eher ernüchternd aus: Sekine kann einen Kurzeinsatz in der Liga vorweisen, dazu durfte er im Pokalspiel gegen Fürth (3:1) 45 Minuten lang ran. Bislang sieht die Beziehung zwischen Ingolstadt und Sekine eher nach einem Missverständnis aus.

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Paulo Otávio
Auch der Brasilianer ist in seiner neuen Wahlheimat noch nicht warm geworden. In zwölf Saisonspielen stand der Linksverteidiger achtmal im Kader, mischte aber nur viermal mit und davon nur einmal über 90 Minuten. In den vergangenen fünf Partien kam der 22-Jährige nicht mehr zum Einsatz.

Antonio Colak
Der Mittelstürmer hat den Durchbruch noch nicht geschafft. Auch bei Ex-Klub Darmstadt blitzte sein Können nur vereinzelt auf. Bei den Schanzern kämpft Colak noch um mehr Anerkennung, über den Status des Ergänzungsspielers kommt er nicht hinaus. Ein Tor blieb Colak bislang verwehrt.

Stefan Kutschke
Als drittbester Torschütze und Scorer der abgelaufenen Saison kam Kutschke von Dynamo Dresden nach Ingolstadt. Dass es beim FCI aktuell bergauf geht, liegt auch an Kutschkes Verfassung, die sich stetig verbessert. Drei Tore schoss der 28-Jährige in den vergangenen vier Partien, wenngleich auch alle per Elfmeter erzielt wurden. Findet er beim FCI also nun endlich zu alter Stärke?

Stefan Kutschke im Trikot des FC Ingolstadt

Noch nicht zu 100% angekommen: Stefan Kutschke ©Imago/Stefan Bösl

Marcel Gaus
Zu Saisonbeginn war der gebürtige Düsseldorfer noch im linken Mittelfeld zum Einsatz gekommen, mittlerweile hat er sich als linker Außenverteidiger festgespielt. Ohne Frage waren bei Gaus auch schwächere Auftritte dabei, gegen Bochum oder zuletzt gegen Bielefeld. Doch unter dem Strich konnte der 28-Jährige überzeugen. Weil Gaus gegen die Arminia Gelb-Rot sah, muss er gegen Nürnberg allerdings zuschauen.

Tobias Schröck
Luft nach oben hat Tobias Schröck, der sich beim FCI noch nicht so recht behaupten konnte. Was auch an Verletzungen lag, die ihm zusetzten. In den ersten drei Saisonspielen war er noch gesetzt gewesen, konnte dabei allerdings nicht vollends überzeugen.

Im Anschluss verlor der 24-Jährige seinen Stammplatz, kam nur noch einmal über die volle Distanz zum Einsatz, nämlich beim 0:2 in Bochum. Für einen Kurzeinsatz reichte es im jüngsten Ligaspiel gegen Bielefeld, davor stand Schröck ganze dreimal nicht im Kader, da ihm eine Muskelverhärtung zu schaffen machte.

Gianluca Rizzo
Für den bei der Borussia aus Mönchengladbach ausgebildeten Torjäger ist im Profiteam noch kein Platz. Der Deutsch-Italiener geht dafür für die zweite Mannschaft des FCI auf Torejagd. Die Bilanz des 20-Jährigen ist recht passabel und ein erstes Empfehlungsschreiben: vier Tore und vier Vorlagen stehen aktuell zu Buche.

Phil Neumann
Zwar durfte Neumann bereits Profiluft schnuppern, der Linksverteidger aber muss sich weiter hinten anstellen. Zwei Einsätze (67 Minuten Spielzeit) sind für den Ex-Schalker sicher noch zu wenig.

Ryoma Watanabe
Der 21-jährige Japaner kam aus der eigenen zweiten Mannschaft im Sommer hoch in die Profimannschaft. Auch der offensive Mittelfeldmann ist für die Startelf noch kein Kandidat, derzeit empfiehlt er sich über die U23 für einen Platz im Kader. In seiner alten Mannschaft ist Watanabe gesetzt und schoss zuletzt drei Tore in vier Partien.

Maximilian Thalhammer
Der Youngster, der bereits seit der A-Jugend für die Schanzer kickt, durfte sich bislang immerhin einmal über einen Platz im Kader freuen, beim 3:0 gegen Darmstadt. Für einen ersten Einsatz aber reichte es noch nicht.

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