Union Berlin: Keller entlassen

André Hofschneider übernimmt

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 04.12.17 | 15:33
Jens Keller, als Trainer von Union Berlin. Jetzt muss er seinen Hut nehmen.

Muss Abschied von den Eisernen nehmen: Jens Keller ©Imago/Christian Schroedter

Paukenschlag an der Alten Försterei. Die Eisernen haben Cheftrainer Jens Keller mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Das gab Union am Montagvormittag in einer Pressemitteilung bekannt. André Hofschneider übernimmt die Mannschaft, als Co-Trainer wird Sebastian Bönig fungieren.

Zu wenig für die Union-Ambitionen

„Es ist ein harter Schnitt, den wir vollziehen, weil wir ihn für notwendig halten“, so Geschäftsführer Lutz Munack. „Mit unserer Spielweise und den Ergebnissen der letzten Wochen werden wir nicht den Ansprüchen gerecht, die wir klar formuliert und mit der Gestaltung des Kaders im Sommer deutlich untermauert haben.“

Nach nur einem Punkt aus den letzten drei Partien gegen Bochum, Heidenheim und Darmstadt, also alles Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte, musste der Aufstiegsaspirant Federn lassen und steht momentan sechs Punkte hinter Spitzenreiter Kiel.

„ Es ist ein harter Schnitt, den wir vollziehen, weil wir ihn für notwendig halten. ”
Geschäftsführer Lutz Munack

Die Defensive der Köpennicker war ein großes Manko. Acht Gegentore kassierten Leistner und Co. in den vergangenen drei Spielen. Unter Keller schafften es die Eisernen außerdem nie, Ihre Auswärtsschwäche abzulegen, mit lediglich drei Siegen aus neun Partien auf fremdem Plätzen ist Union in dieser Hinsicht nur Ligadurchschnitt.

„Unser Vertrauen darin, in der bestehenden Konstellation Konstanz in unsere sportlichen Leistungen zu bekommen, ist nicht mehr gegeben. Wir haben uns deshalb entschieden, unverzüglich zu handeln“, erläutert auch Munack weiter die Gründe für den Trainerwechsel.

Wollte Keller weg?

Letztlich waren Kellers Probleme wohl hausgemacht, nachdem er Spieler wie Steven Skrzybski, Stephan Fürstner oder Damir Kreilach, immerhin Leistungsträger der vergangenen Spielzeit, zuletzt meist auf der Bank ließ.

Allerdings war das Vertrauensverhältnis auf beiden Seiten nicht mehr das allerbeste, denn nach Liga-Zwei.de-Informationen erwägte Keller seinen bis Sommer 2018 laufenden Vertrag nicht zu verlängern.

Der neue Chefcoach Hofschneider stand bereits als Spieler in 160 Partien für Union Berlin auf dem Platz und war von 2007 bis 2016 Co-Trainer an der Alten Försterei. Zuletzt betreute der Fußballlehrer die U19 des Vereins. Sein Vertrag bei den Eisernen läuft bis 30. Juni 2019.

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