FC Ingolstadt: Die Lage bleibt angespannt

Zweite Niederlage im zweiten Spiel unter Alexander Nouri

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 06.07.20 | 15:18
Stefan Kutschke

Sein Anschlusstreffer kam gegen Union zu spät: Stefan Kutschke © Imago / Stefan Boesl

Trotz der 1:2-Niederlage beim 1. FC Köln hat der erste Auftritt des FC Ingolstadt unter dem neuen Trainer Alexander Nouri vergangene Woche Hoffnung auf einen Aufschwung gemacht. Diese erhielt nun aber bei der Heimpremiere des 39 Jahre alten Fußball-Lehrers einen herben Dämpfer. Die Schanzer unterlagen dem 1. FC Union Berlin nicht nur mit 1:2, sondern agierten über weite Strecken auch enttäuschend.

„ Mir fehlen die Worte für die Art und Weise, wie wir uns präsentiert haben. ”
Stefan Kutschke

„Mir fehlen die Worte für die Art und Weise, wie wir uns speziell im ersten Abschnitt präsentiert haben. Und das zuhause, in unserem Stadion, vor unseren Fans. Es fehlte an Mut, an Leidenschaft, da muss jeder bei sich selbst anfangen“, fand Stürmer Stefan Kutschke, der nach seiner Einwechslung zehn Minuten vor dem Ende per Elfmeter den Anschlusstreffer markierte, auf der vereinseigenen Webseite klare Worte.

Nun vier Niederlagen in Folge

Und auch Trainer Nouri, der sich seinen Einstand im Audi-Sportpark sicherlich anders vorgestellt hat, übte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel Kritik daran, wie seine Mannschaft eine Stunde lang aufgetreten ist: „Die Bereitschaft, die bei Union da war, hat bei uns gefehlt. Wir waren in der 1. Halbzeit im Winterschlaf. Wir haben einiges an Arbeit vor uns, das müssen wir tagtäglich leben und die nötigen Tugenden einfordern!“

Grundsätzlich ist Nouri allerdings weiter von der Qualität im Kader und dem vorhandenen Potential überzeugt. Dieses zeitnah abzurufen, ist nun mit Blick auf erst fünf Punkte aus acht Spielen sowie vier Niederlagen in Folge die primäre Aufgabe. Schon am nächsten Sonntag gegen den SC Paderborn zählt nur ein Heimsieg, um zumindest den Anschluss ans Mittelfeld zu halten.

Vom ursprünglichen Vorhaben, im vorderen Drittel mitmischen zu wollen, ist unterdessen derzeit verständlicherweise keine Rede mehr.

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