Torwartfrage beim FC Ingolstadt wieder offen?

Philipp Heerwagen darf auf eine Chance hoffen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 14.10.18 | 08:03
Philipp Heerwagen

Kam im Sommer vom FC St. Pauli nach Ingolstadt: Philipp Heerwagen © Imago

Der FC Ingolstadt hat das Siegen noch nicht verlernt. Nach fünf Niederlagen in Folge, darunter die letzten drei unter dem neuen Trainer Alexander Nouri, gewannen die Schanzer am Freitag ein Testspiel gegen die Würzburger Kickers mit 1:0. Und der Auftritt gegen den Drittligisten war in mehrerlei Hinsicht ein Mutmacher.

Ingolstadt agierte vom Start weg aggressiv und bereitete Würzburg mit frühem Pressing Probleme. Exemplarisch beim goldenen Tor der Partie in der 19. Minute, als der in einem 3-5-2 als offensiver Linksverteidiger aufgebotene Marcel Gaus entschlossen nachsetzte und den lauernden Stefan Kutschke fand, der die Vorlage problemlos verwandelte.

„Das war genau die Situation, in der wir weiter Druck machen müssen“, hob denn auch Coach Nouri im Donaukurier die Entstehung des Treffers positiv hervor. Generell aber war der Trainer mit der Vorstellung seines Teams zufrieden: „Es war deutlich homogener, die Abstände waren gut und wir haben den Gegner zu Fehlern gezwungen. Das Wichtigste war, dass wir gemeinsam agiert haben.“

Lob für Philipp Heerwagen

Positiv war auch das Comeback von Almog Cohen, der drei Tage nach seiner Rückkehr auf den Trainingsplatz die komplette zweite Hälfte mitwirken konnte. Dagegen war das Ausscheiden von Dario Lezcano aufgrund einer Knöchelverletzung eine knappe halbe Stunde nach seiner Einwechslung ein Wermutstropfen. Details zur Verletzung des Angreifers gibt es aber noch nicht.

„ Jetzt schauen wir mal, wie die Trainingswoche läuft. ”
Alexander Nouri

Im Ingolstädter Tor stand über die gesamten 90 Minuten Philipp Heerwagen, der sich offenbar Chancen ausrechnen darf, auch nach der Länderspielpause im Kellerduell beim SV Sandhausen den Zuschlag zu erhalten. „Jetzt schauen wir mal, wie die Trainingswoche läuft und dann treffen wir eine Entscheidung“, hielt sich Coach Nouri in der Torwartfrage noch bedeckt.

Alleine die Tatsache, dass Nouri auf ein klares Bekenntnis zum bisherigen Stammtorwart Marco Knaller, der in den letzten Wochen nicht immer glücklich agierte, verzichtete, lässt aber darauf schließen, dass sich Heerwagen realistische Hoffnungen machen darf. Auch deshalb, weil der 35-Jährige von seinem Trainer explizit für seine „klaren Aktionen“ und die Übernahme vom Verantwortung gelobt wurde.

Noch kein Mitglied beim offiziellen Liga-Sponsor? Jetzt aktuelle tipico Erfahrungen lesen & bis zu 100€ Willkommensbonus sichern!