Arminia Bielefeld: Ein Warnschuss zum richtigen Zeitpunkt?

Weihnachtliches Zwischenfazit bleibt klar positiv

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 22.12.19 | 07:04
Uwe Neuhaus

Uwe Neuhaus sprach auch nach der Niederlage auf St. Pauli von einem „herausragenden Jahr“. © imago images / Joachim Sielski

Mit einem Sieg beim FC St. Pauli hätte Arminia Bielefeld seinen Vorsprung auf die Plätze zwei und drei aufgrund der Unentschieden des Hamburger SV (2:2 bei Darmstadt 98) und des VfB Stuttgart (2:2 bei Hannover 96) schon auf sechs Punkte ausbauen können. Unter dem Strich stand am Millerntor aber eine deutliche 0:3-Niederlage, mit der die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus erst zum zweiten Mal in dieser Saison und erstmals auswärts als Verlierer vom Platz ging.

Obwohl die Chance verpasst wurde, sich noch weiter abzusetzen, überwog bei der Arminia auch am gestrigen Samstag die Freude über ein kaum für möglich gehaltenes Jahr 2019, in dem sich die Ostwestfalen unter dem im Dezember 2018 gekommenen Neuhaus vom Abstiegskandidaten zum heißen Aufstiegsanwärter entwickelt haben.

„ Wir lassen uns das tolle Fußballjahr durch die Niederlage nicht vermiesen. ”
Andreas Voglsammer

„Wir lassen uns das tolle Fußballjahr durch die Niederlage nicht vermiesen und geben im neuen Jahr wieder Gas“, betonte Andreas Voglsammer auf der vereinseigenen Webseite stellvertretend für seine Kollegen und lag damit komplett auf einer Wellenlänge mit Fabian Klos: „2019 lassen wir uns nicht schlechtreden – wir hatten ein tolles Jahr“, legte auch der Kapitän großen Wert auf die richtige Einordnung.

Der HSV als mahnendes Beispiel

Trainer Neuhaus betonte ebenfalls, sich „ein herausragendes Jahr durch diese Niederlage nicht kaputtmachen“ zu lassen. Für den erfahrenen Fußball-Lehrer könnte die Pleite auf St. Pauli ein Stück weit sogar nicht ungelegen kommen. Schließlich sollten damit die Sinne geschärft sein, was die Gefahr, zu selbstsicher ins neue Jahr zu gehen, verringern könnte.

Und Niederlagen im letzten Spiel vor Weihnachten müssen nicht zwingend ein schlechtes Omen sein. Denn mit dem 1. FC Köln (2:3 gegen den VfL Bochum) und dem 1. FC Union Berlin (0:3 bei Erzgebirge Aue) verloren im vergangenen Jahr gleich zwei der drei späteren Aufsteiger ihre Partie am 18. Spieltag.

Ein mahnendes Beispiel gibt es mit dem Hamburger SV allerdings auch.  Die Hanseaten verpatzten den Jahresausklang 2018 ebenfalls (1:3 bei Holstein Kiel), gingen wie nun die Arminia aber dennoch als Herbstmeister in die Winterpause – und verspielten am Ende den Aufstieg noch.

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