Arminia Bielefeld: Eine kleine Baustelle im Abwehrzentrum

Drei Innenverteidiger über den Sommer hinaus unter Vertrag

Brian Behrendt

Der Vertrag von Brian Behrendt (r.) läuft Ende Juni aus. © imago images / Sascha Janne

Als Spitzenreiter mit sieben Punkten Vorsprung auf Platz drei befindet sich Arminia Bielefeld klar auf Bundesliga-Kurs, doch anders als normalerweise Ende April sind im Moment aufgrund der Corona-Krise nur sehr eingeschränkt Zukunftsplanungen möglich. Zwar steht das Bielefelder Grundgerüst ligaunabhängig auch über den Sommer hinaus, doch die eine oder andere Baustelle ist durchaus vorhanden.

Unter anderem im Abwehrzentrum, für das mit Joakim Nilsson, Amos Pieper und Stephan Salger nur drei Innenverteidiger Verträge über die aktuelle Saison hinaus haben. Davon ausgehend, dass die Bielefelder Verantwortlichen auch weiterhin alle Positionen doppelt besetzen wollen, ist in diesem Bereich also noch ein Kaderplatz offen.

Behrendt seit August außer Gefecht

Während Nilsson und Pieper zu den herausragenden Zweitliga-Verteidigern zählen, stellt der bereits seit 2012 für die Arminia spielende Salger einen verlässlichen und mannschaftsdienlichen Backup dar. Salger, der auch links verteidigen und im defensiven Mittelfeld spielen kann, dürfte auch für die kommende Saison als wertvoller Ergänzungsspieler und mutmaßlich nur als Innenverteidiger Nummer vier eingeplant sein. Die Planstelle des ersten Herausforderers von Pieper und Nilsson ist derweil noch unbesetzt.

Sicherlich in der Verlosung diesbezüglich ist aber Brian Behrendt, der als Stammspieler in die Saison gegangen ist, dann aber Ende August von einer Kreuzbandverletzung außer Gefecht gesetzt wurde. Aktuell arbeitet der 28-Jährige am Comeback und darf sich Hoffnungen auf den einen oder anderen Einsatz im Saisonfinale machen. Der Vertrag des 2015 von Rapid Wien gekommenen Behrendt läuft allerdings aus und ob dieser wie vom „Kicker“ (Ausgabe 34 vom 20.04.2020) spekuliert eine Verlängerungsklausel für den Aufstiegsfall enthält, ist nicht bekannt.

Klar aber dürfte sein, dass Behrendt im internen Vergleich die deutlich besseren Karten hat als Alex Perez, der Ende August als Reaktion auf die Behrendt-Verletzung kurzfristig verpflichtet wurde. Der Spanier kam bisher aber, teils auch verletzungsbedingt, nur auf drei Einsätze und konnte so kaum Werbung in eigener Sache betreiben. Anders als bei Behrendt ist eine Weiterverpflichtung des 28-Jährigen unwahrscheinlich.