Arminia Bielefeld: Nicht mehr zu stoppen?

Neuhaus-Elf gewinnt nun auch enge Spiele

Fabian Klos

Fabian Klos traf gegen Wehen Wiesbaden zum goldenen 1:0. © imago images / pmk

Der 24. Spieltag hätte für Arminia Bielefeld nicht besser verlaufen können. Nachdem am Samstag mit dem VfB Stuttgart, dem Hamburger SV und dem 1. FC Heidenheim die Mannschaften auf den Plätzen zwei bis vier allesamt nicht unbedingt zu erwartende Niederlage kassiert hatten, nutzte die Arminia diese Vorlage und setzte sich mit einem 1:0-Erfolg über den SV Wehen Wiesbaden schon deutlich von den Verfolgern ab.

Auf den VfB Stuttgart weist die Arminia nun sechs Zähler Vorsprung auf, doch entscheidend sind natürlich die bereits neun Punkte zum HSV auf dem Relegationsplatz. Nimmt man noch das ligaweit beste Torverhältnis hinzu, riecht es in Bielefeld schon stark nach Bundesliga. Auch deshalb, weil das beste Auswärtsteam der Liga inzwischen auch zu Hause in schöner Regelmäßigkeit dreifach punktet.

Das 1:0 gegen Wehen Wiesbaden war bereits der vierte Heimsieg in Serie und in allen diesen vier Begegnungen blieb die Arminia ohne Gegentor. Das ist auch ein wesentlicher Grund dafür, warum inzwischen auch Spiele gewonnen werden, in denen leistungstechnisch Luft nach oben ist.

Sowohl das 1:0 gegen Hannover 96 am vorvergangenen Wochenende als auch nun gegen Wehen Wiesbaden hätte einen anderen Verlauf nehmen können. Hannover verpasste mehrfach die Führung, ehe Joker Reinhold Yabo spät für die Arminia zuschlug und auch der SVWW hatte auf der Alm vor dem goldenen Treffer von Fabian Klos nicht zuletzt beim Pfostentreffer von Daniel-Kofi Kyereh das 1:0 auf dem Fuß.

Viele Erfolgsfaktoren

Neben der inzwischen entwickelten Heimstärke, der defensiven Stabilität und der Fähigkeit, enge Spiele zu gewinnen, spricht auch die Kaderbreite für die Arminia. Nach Andreas Voglsammer fehlte gegen Wehen Wiesbaden mit Manuel Prietl aufgrund eines Mittelhandbruchs ein zweiter Eckpfeiler. Der Österreicher wurde auf der Sechs aber von Fabian Kunze sehr ordentlich vertreten.

Und nicht nur Trainer Uwe Neuhaus sah auf der vereinseigenen Webseite nicht zum ersten Mal einen positiven Einfluß der Einwechselspieler. „Ich finde, dass unsere Wechsel uns wieder gut getan haben, Sven Schipplock war sofort im Spiel drin, Reinhold Yabo hatte seinen Anteil am Tor, das war absolut erfreulich.“

Bis zur Länderspielpause Ende März hat die Arminia nun die Möglichkeit, den Aufstiegssekt schon frühzeitig kaltzustellen. Bei einem zwischenzeitlichen Heimspiel gegen den VfL Osnabrück warten auswärts die direkten Verfolger Stuttgart und Hamburg. Kann Bielefeld auch dort jeweils punkten, dürfte der Sprung in die Bundesliga kaum noch zu verhindern sein.