Arminia Bielefeld: Noch kein Spitzenteam

Niederlage gegen Köln zeigt die Grenzen auf

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 22.09.20 | 08:18
Keanu Staude am Ball für Arminia Bielefeld

Sein Anschlusstreffer war gegen Köln zu wenig: Keanu Staude © Imago/Kirchner-Media

Nach vier ungeschlagenen Spielen mit acht Punkten inklusive dem Last-Minute-Sieg unter der Woche beim SV Darmstadt 98 hat Arminia Bielefeld am Freitagabend eine zweite Saisonniederlage kassiert. Dem 0:3 am dritten Spieltag beim Hamburger SV folgte nun ein 1:3 gegen den 1. FC Köln und damit die zweite Pleite im zweiten Spiel gegen einen Bundesliga-Absteiger.

Der Schluss, dass es für die Arminia gegen die Top-Teams noch nicht reicht und die Elf von Trainer Jeff Saibene noch keine Spitzenmannschaft verkörpert, liegt damit nahe. In Hamburg spielte die Arminia gut mit und hatte deutlich mehr Torschüsse, ließ es aber an Effizienz vermissten. Auch Köln begegneten die Ostwestfalen über weite Strecken des Spielfeldes auf Augenhöhe, allerdings nicht vor beiden Toren.

Kaum zwingende Offensivaktionen

Kölns Schlussmann Timo Horn, der beim Sonntagsschuss des eingewechselten Keanu Staude zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer machtlos war, musste ansonsten kaum eingreifen, weil die Arminia nicht zu Abschlüssen kam oder aber das Tor meist deutlich verfehlte. Auf der anderen Seite war es vor den ersten beiden Gegentoren jeweils Dominick Drexler, der die Hintermannschaft schlecht aussehen ließ und den eiskalten Torjäger Simon Terodde bediente.

Das 1:3 in der fünften Minute der Nachspielzeit durch Jhon Cordoba war dann dem letzten Risiko geschuldet, das freilich nicht den Ausgleich, sondern die Entscheidung für den FC brachte.

„ An so einem Tag muss alles stimmen, um zu gewinnen. ”
Jeff Saibene

Als Fazit bleibt, dass die Arminia nicht weit weg ist von den Top-Teams der Liga, aber eben auch noch nicht auf deren Level. „Wir haben uns gut gewehrt und alles gegeben. An so einem Tag muss alles stimmen, um zu gewinnen – das war heute nicht der Fall“, lautete denn auch das offizielle Statement von Trainer Jeff Saibene, der mit einigen Schiedsrichterentscheidungen haderte, die für den Spielausgang aber sicher nicht ausschlaggebend waren.

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