VfL Osnabrück: Bitteres Comeback in Liga zwei

Verpasstes 2:0 als Knackpunkt

Daniel Thioune

Mit der Leistung seiner Mannschaft nicht unzufrieden: Daniel Thioune. © imago images / Noah Wedel

Als Anas Ouahim in der 58. Minute das erste Zweitliga-Tor seit über acht Jahren für den VfL Osnabrück erzielte, sah es stark nach einem gelungenen Comeback des Aufsteiger im Unterhaus aus. Am Ende allerdings zogen die Lila-Weißen gegen den 1. FC Heidenheim doch noch mit 1:3 den Kürzeren und zahlten gegen einen erfahreneren und insbesondere in der Breite auch stärker besetzten Gegner Lehrgeld.

Nichtsdestotrotz zeigte sich Trainer Daniel Thioune auf der Pressekonferenz nach dem Spiel mit der Leistung seiner Mannschaft nicht unzufrieden. Als Knackpunkt sah der 45 Jahre alte Fußball-Lehrer, der in den ersten 60 Minuten sehr zufrieden war, nicht zwingend die gelb-rote Karte für Neuzugang Kevin Wolze beim Stand von 1:1 in der 83. Minute.

Vielmehr haderte Thioune damit, dass sein Team es verpasst hat, nach der Führung einen zweiten, wohl vorentscheidenden Treffer nachzulegen. Stattdessen geriet Osnabrück in der Schlussphase in Unterzahl zunehmend unter Druck und kassierte noch zwei späte Gegentore – sicherlich aber auch, weil in der Defensivarbeit ein Mann fehlte und sich Heidenheim so insbesondere auch vor dem 1:2 größere Räume boten, wie Thioune einräumte: „In Gleichzahl wäre uns das vielleicht nicht passiert.“ 

Am Freitag in Sandhausen

Die Reise zum SV Sandhausen kann der VfL Osnabrück aber dennoch einigermaßen selbstbewusst antreten. Auch im Wissen darum, dass ein Remis gegen Heidenheim sicher in Ordnung gegangen wäre. „Wir haben zwar erstmal einen Dämpfer kassiert – vielleicht haben wir uns aber ein bisschen mehr verdient“, so Thioune, der an der grundsätzlichen Marschroute festhalten will: „Wir wollen in der zweiten Liga auch eine Duftmarke setzen.“

Punkte freilich sind das Entscheidende. Und reicht es nicht zu Zählbarem, wäre in den nächsten Wochen für die Thioune-Elf erst einmal der Tabellenkeller das Zuhause.