VfL Osnabrück: Dercho beendet seine Karriere

Nach 248-Mal in Lila-Weiß ist Schluss

Alexander Dercho im VfL-Trikot.

Hängt seine Fußballstiefel an den Nagel: Alexander Dercho. ©imago images/osnapix

Alexander Dercho wird nicht auf den Fußballplatz zurückkehren. Wie der VfL Osnabrück am Montag verkündete, wird der 32-Jährige seine Karriere mit sofortiger Wirkung verletzungsbedingt beenden. Letztmals stand der Linksverteidiger kurz vor Weihnachten auf dem Feld, seitdem zwangen ihn Probleme am Sprunggelenk und eine Knöchel-OP in die Zuschauerrolle.

„Ich hatte viel Zeit, mich mit den Gedanken an ein Karriereende zu befassen. Wenn es dann aber Schwarz auf Weiß feststeht, dann ist das erstmal unheimlich schwer zu realisieren. Darauf kannst du dich einfach nicht vorbereiten“, so Dercho über seine schwere Entscheidung.

Zwei Aufstiege mit Osnabrück

Der gebürtige Remscheider, ausgebildet im Nachwuchs von Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach, kam nach Stationen bei den Kickers Emden und Eintracht Frankfurt im Sommer 2009 nach Osnabrück.

Unterbrochen von einer einjährigen Leihe nach Bielefeld trug Dercho insgesamt neun Jahre das lila-weiße Trikot. Dabei stieg er mit Osnabrück zwei Mal in die 2. Bundesliga auf und lief insgesamt in 248 Pflichtspielen für den VfL auf.

„Jedes Spiel, bei dem du auf der Tribüne sitzt und zum Zuschauen gezwungen bist, tat unheimlich weh. Ich habe mich dennoch wahnsinnig für die Jungs gefreut, dass die letzte Saison mit dem Aufstieg gekrönt wurde. Gerne hätte ich einen aktiveren Teil dazu beigetragen, meine Karriere um weitere Zweitligaspiele ergänzt und den Zeitpunkt des Endes selbst bestimmt. Jetzt konzentriere ich mich aber auf das berufliche Standbein außerhalb des Fußballs und verfolge die Spiele mit einem guten Gefühl auf der Tribüne an der Bremer Brücke“, so Dercho, der in Osnabrück eine Umschulung zum Versicherungskaufmann antreten wird.