VfL Osnabrück: Die Null als Fortschritt

Aber nun schon seit sechs Spielen sieglos

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 22.02.20 | 07:27

Daniel Thioune

Nur bedingt zufrieden mit dem Auftritt seines Teams gegen Aue: Daniel Thioune. © imago images / Noah Wedel

Gut unterhalten wurden die 14.014 Zuschauer, die am Freitagabend zur Bremer Brücke gekommen waren, nicht wirklich. Immerhin aber durfte sich das Gros der Zuschauer darüber freuen, dass der VfL Osnabrück beim torlosen Remis gegen Erzgebirge Aue zum zweiten Mal in Folge nicht verloren und damit einen weiteren Punkt auf dem Weg zum Klassenerhalt gesammelt hat.

Mit 29 Punkten aus 23 Spielen liegen die Lila-Weißen insgesamt auf Kurs, warten aber zugleich im Jahr 2020 noch auf den ersten Sieg. Bei zwei Niederlagen war das 0:0 gegen Aue das dritte Unentschieden nach der Winterpause. Nimmt man noch das 1:3 beim 1. FC Heidenheim im letzten Spiel vor Weihnachten hinzu, wartet Osnabrück sogar schon seit sechs Begegnungen auf einen Sieg.

Thioune kritisiert das Offensivspiel

Immerhin gelang es aber, erstmals seit dem 3:0 gegen Dynamo Dresden am 15. Dezember wieder hinten dicht zu halten. Trainer Daniel Thioune zeigte sich denn auch zufrieden damit "zu null gespielt zu haben" und der 40-Punkte-Marke einen zumindest kleinen Schritt näher gekommen zu sein. "Wir ernähren uns wieder, sehr mühsam, aber wir ernähren uns wieder, das nehmen wir mit", zitiert der Kicker den 45 Jahre alten Fußball-Lehrer.

„ Wir waren sehr unsauber im letzten Drittel. ”
Daniel Thioune

Ansonsten machte Thioune aber auch kein Geheimnis daraus, mit dem Vortrag seines Teams, insbesondere im Vorwärtsgang, nicht einverstanden gewesen zu sein: "Ich denke wir haben in den Momenten, in denen wir hätten gefährlich werden können, falsche Entscheidungen getroffen. Wir waren sehr unsauber im letzten Drittel, und wenn mal etwas entstehen konnte, haben wir es dann teilweise sehr einfach verstolpert."

Beim FC St. Pauli und gegen den SV Wehen Wiesbaden trifft Osnabrück nun nacheinander auf zwei Teams aus dem unteren Drittel. Damit verbunden ist die Chance, dem Klassenerhalt schon frühzeitig ganz nahe zu kommen. Verlängert sich die Sieglosserie in diesen Begegnungen, könnte es aber auch noch einmal richtig eng werden, zumal im Endspurt unter anderem noch Duelle mit den drei Top-Teams warten.