VfL Osnabrück: Eine komplett neue Offensive?

Viele Optionen für Marco Grote

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 04.09.2020 | 08:20
Niklas Schmidt im Test gegen Bielefeld.

Niklas Schmidt ist Favorit auf die Zehner-Position des VfL Osnabrück. ©imago images/osnapix

Mit Ulrich Bapoh (VfL Bochum) und Christian Santos (Deportivo La Coruna) hat der VfL Osnabrück in den vergangenen Tagen noch zweimal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und ist nun offensiv ähnlich gut bestückt wie in der auf allen Positionen doppelt besetzten Defensive. Obwohl mit Hakim Traoré noch ein Offensivtalent an den VfB Oldenburg verliehen wurde, verfügt Trainer Marco Grote über eine Reihe von Alternativen für die im aktuell zu erwartenden 4-2-3-1 vier Positionen im vorderen Bereich.

Möglich ist dabei sogar, dass Grote eine im Vergleich zur Vorsaison nahezu komplett neue Offensive formiert. Während Maurice Multhaup (1. FC Heidenheim) und Sebastian Kerk (1. FC Nürnberg) eine neue Flügelzange bilden könnten, sind Santos und Luc Ihorst (Werder Bremen II) zwei heiße Anwärter für die Rolle als vorderste Spitze. Bapoh könnte mittelfristig inklusive der Zehn sämtliche Offensivpositionen besetzen, benötigt nach einem Kreuzbandriss aber noch Zeit, um fit zu werden.

Setzt Sebastian Klaas seine Entwicklung fort?

Favorit für die Zehner-Position ist indes aktuell Niklas Schmidt, der mit dem ebenfalls flexibel einsetzbaren Etienne Amenyido und Routinier Marc Heider, der links oder als zentraler Angreifer in Frage kommt, aber auch noch bekannte Gesichter neben sich haben könnte.

Die Eigengewächse Sebastian Klaas und Marc Augé sowie Rückkehrer Nico Granatowski runden das offensive Angebot im lila-weißen Kader ab. Dabei darf man insbesondere gespannt darauf sein, ob der 22-jährige Klaas seine am Ende der zurückliegenden Saison sehr positive Entwicklung mit drei Startelfeinsätzen in Folge und zwei Assists an den letzten sechs Spieltagen fortsetzen kann. Dafür freilich muss sich der vergangene Saison sowohl zentral offensiv als auch auf beiden Seiten eingesetzte Youngster erst einmal intern gegen die neue Konkurrenz durchsetzen.

Unabhängig davon, wer von Coach Grote letztlich den Zuschlag erhält, wird es für die gesamte Osnabrücker Offensive keine leichte Aufgabe, den mit 13 Toren und drei Vorlagen abgewanderten Top-Scorer Marcos Alvarez zu ersetzen. Die Voraussetzungen scheinen aber geschaffen, um künftig schwieriger auszurechnen zu sein und die Last des Toreschießens auf mehrere Schultern zu verteilen.