VfL Osnabrück: Moritz Heyer im Visier des HSV

Folgt der Defensiv-Allrounder Trainer Thioune?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 17.09.20 | 07:08
Moritz Heyer

Genießt bei Ex-Trainer Thioune hohe Wertschätzung: Moritz Heyer. © imago images / pmk

Drei Tage vor dem Auftaktspiel bei Greuther Fürth ist beim VfL Osnabrück zumindest eine für die ersten drei Spieltage gültige Entscheidung in der Torwartfrage gefallen. Philipp Kühn, bereits über weite Strecken der vergangenen Saison die Nummer eins, erhält den Vorzug vor Moritz Nicolas, wobei der Neuzugang von Borussia Mönchengladbach aufgrund seines späteren Trainingseinstiegs aber noch nicht aus dem Rennen ist um den Stammplatz ist.

Allerdings ist davon auszugehen, dass Kühn auch längerfristig im Tor bleibt, sofern der 28-Jährige an seine Leistungen aus der zurückliegenden Spielzeit anknüpfen kann. Für Nicolas wäre das fraglos ein bitteres Szenario, nachdem der sechs Jahre jüngere Schlussmann schon vergangene Saison beim 1. FC Union Berlin beinahe ausschließlich auf der Bank verbracht hat.

Seinen Platz in der ersten Elf sicher hat unterdessen Moritz Heyer, wenngleich der Defensiv-Allrounder nicht auf eine Position festgelegt ist und schon 2019/20 zwischen Innenverteidigung, defensivem Mittelfeld und vereinzelt der rechten Abwehrseite hin und her wanderte.

Heyers Vertrag läuft aus

Kurz vor dem Saisonstart muss man in Osnabrück aber offenbar um den 25-Jährigen bangen. Denn nach Informationen des „kicker“ (Ausgabe 77/2020 vom 17.09.2020) buhlt der Hamburger SV um den sechsfachen Torschützen der vergangenen Spielzeit. Dort genießt Heyer vor allem bei seinem ehemaligen Trainer Daniel Thioune, unter dem der 2019 vom Halleschen FC nach Osnabrück zurückgeholte Defensivmann den Sprung zu einem herausragenden Zweitliga-Spieler geschafft hat, hohe Wertschätzung.

Für den VfL Osnabrück stellt sich die Lage knifflig dar: einerseits wäre es sportlich kurz vor dem Start eine enorme Schwächung, Heyer abzugeben. Andererseits winkt rund zehn Monate vor Vertragsende noch eine stattliche Ablöse und man würde an der Bremer Brücke nicht Gefahr laufen, den insgesamt sechs Jahre lang im eigenen Nachwuchs ausgebildeten und 2019 ablösefrei zurückgeholten Profi zum Nulltarif zu verlieren. Wie die Entscheidung ausfällt, dürfte wohl maßgeblich auch von der Größenordnung einer HSV-Offerte abhängen.