VfL Osnabrück: Tim Möller als Überraschung?

Eigengewächs als Kandidat für die rechte Abwehrseite

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 31.08.20 | 08:03
Tim Möller

Vergangene Saison auf Leihbasis bei den Sportfreunden Lotte: Tim Möller (r.). © imago images / Nordphoto

Mit dem 2:0-Sieg gegen den SC Heerenveen hat der VfL Osnabrück am Samstagabend das nächste vielversprechende Testspiel nach den Partien bei Arminia Bielefeld (1:1), bei Blau-Weiß Lohne (10:1) und beim SV Meppen (5:0) abgeliefert.

Auch gegen den niederländischen Erstligisten schickte Trainer Marco Grote im 4-2-3-1 aufs Feld, womit sich immer mehr abzeichnet, dass die Lila-Weißen künftig fest mit einer Viererkette agieren und weniger häufig als noch unter dem zum Hamburger SV gewechselten Ex-Coach Daniel Thioune zwischen verschiedenen defensiven Grundordnungen wechseln werden.

Ajdini aktuell links gefragt

Bei der personellen Besetzung der Abwehrreihe scheinen im Moment Maurice Trapp und Rückkehrer Timo Beermann im Zentrum die Nase vorne zu haben. Freilich auch deshalb, weil die auch in der Innenverteidigung einsetzbaren Moritz Heyer und Lukas Gugganig heiße Kandidaten für die Doppelsechs sind, dort gegen Heerenveen auch gemeinsam begannen.

Eine Überraschung könnte es derweil auf der rechten Abwehrseite geben. Während Bashkim Ajdini in Abwesenheit der verletzten bzw. angeschlagenen Kevin Wolze und Ken Reichel links einsprang, lief Tim Möller gegen die Niederländer erneut als Rechtsverteidiger auf. Der 21-Jährige, im Mittelfeld oder der Abwehrreihe eigentlich zentral ausgebildet, nutzte in der bisherigen Vorbereitung die Gunst der Stunde, um sich auf eher ungewohnter Position zu empfehlen.

Engel noch nicht bei 100 Prozent

Da mit Konstantin Engel nach langer Zwangspause in Folge eines Schien- und Wadenbeinbruchs sowie eines erneute Eingriffs in diesem Sommer, bei dem die im Frühjahr 2019 eingesetzten Schrauben entfernt wurden, ein weiterer, erfahrener Außenverteidiger noch nicht bei 100 Prozent ist, könnte im DFB-Pokal beim SV Todesfelde und danach zum Saisonstart bei Greuther Fürth die Stunde Möllers schlagen.

Der gebürtige Osnabrücker hat nach seiner Ausbildung im VfL-Nachwuchs vergangene Saison in immerhin 18 Regionalliga-Partien für die Sportfreunde Lotte Spielpraxis sammeln können. Im Laufe der Vorbereitung hat sich das Eigengewächs nun zur vollwertigen Alternative entwickelt und könnte mit dem Vertrauen von Coach Grote, der den Umgang mit jungen Spielern aus seiner Zeit bei der U19 von Werder Bremen beherrscht, den nächsten Schritt machen.