VfL Osnabrück: Wer schießt künftig die Tore?

Aktuell nur ein gelernter Stürmer unter Vertrag

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 02.07.20 | 08:07
Marc Heider gegen Holstein Kiel

Marc Heider (vorne.) bleibt den Lila-Weißen weiter erhalten. © imago images / pmk

Unter den zehn Profis, die der VfL Osnabrück zum Abschluss der Saison verabschiedet hat, waren mit Marcos Alvarez (Cracovia Krakau sowie den Leihspielern Benjamin Girth (Holstein Kiel) und Assan Ceesay (FC Zürich) auch drei Angreifer, die zusammen 16 Tore und 13 Vorlagen verbuchten.

Bei insgesamt 46 Saisontoren bricht den Lila-Weißen damit ein gutes Stück Torgefahr weg. Vor allem Alvarez, der mit 13 Treffern und drei Assists der Top-Scorer war, reißt eine Lücke. Girth (zwei Tore, zwei Vorlagen), der meist über eine Jokerrolle nicht hinausgekommen ist, dürfte man derweil an der Bremer Brücke nur bedingt nachtrauern.

Heider ohne Saisontor

Beim erst in der Winterpause gekommenen und dann auch wegen eines Platzverweises nur auf elf Einsätze gekommenen Ceesay (ein Tor, zwei Vorlagen) scheint derweil das letzte Wort noch nicht gesprochen. Laut “Kicker“ (Ausgabe 54/2020 vom 29.06.2020) ist ein Verbleib des 26 Jahre alten Gambiers zumindest nicht ausgeschlossen.

Doch auch dann, wenn Ceesay auch künftig zum Kader gehören sollte, benötigt der VfL Osnabrück Verstärkung für die vorderste Reihe. Aktuell ist Kapitän Marc Heider der einzige gelernte Angreifer mit gültigem Arbeitspapier, wobei der 34-Jährige häufig auch auf den offensiven Außenpositionen eingesetzt wird und angesichts von zwar acht Vorlagen, aber keinem eigenen Saisontreffer eher nicht als Torgarant eingeplant werden sollte.

Ersatz für Alvarez muss her

Mit Allrounder Moritz Heyer (sechs Saisontore), Mittelfeldmann Niklas Schmidt (fünf) und Rechtsverteidiger Bashkim Ajdini (vier) verfügt Trainer Daniel Thioune zwar auch in den hinteren Reihen über torgefährliche Spieler, doch ohne einen Ersatz insbesondere für den in vielen Spielen entscheidenden Alvarez in die neue Saison zu gehen, wäre fraglos ein Risiko.

Ein Risiko, das die Verantwortlichen kaum eingehen und sich um neue Angreifer bemühen werden. Freilich im Wissen, dass Spieler mit einer gewissen Trefferquote ihren Preis haben und auch erst einmal vom erneut zu erwartenden Abstiegskampf in der 2. Bundesliga überzeugt werden müssen.