Lieberknechts Heimpremiere geht daneben

Zebras bleiben nach 0:1 gegen St. Pauli Vorletzter

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 23.10.18 | 16:42
Torsten Lieberknecht nach dem Spiel

MSV-Coach Torsten Lieberknecht musste gegen St. Pauli eine Niederlage schlucken. ©Imago/Eibner

Zwei Wochen nach seinem Traumeinstand mit dem Auswärtssieg beim 1. FC Köln (2:1) muss Torsten Lieberknecht als Trainer des MSV Duisburg einen ersten Rückschlag verkraften. Die Heimpremiere des 45 Jahre alten Fußball-Lehrers ging am Montagabend mit einem 0:1 gegen den FC St. Pauli daneben, wodurch sich die ohnehin auch nach dem Köln-Spiel nicht einfache Situation in der Tabelle weiter zugespitzt hat.

Anstatt den Anschluss ans untere Mittelfeld herzustellen, liegen die Zebras weiterhin vier Punkte hinter dem rettenden Ufer und selbst bis Relegationsplatz 16 sind es drei Zähler. Dass mit dem SV Sandhausen ein Rivale im Tabellenkeller nach dem Trainerwechsel von Kenan Kocak zu Uwe Koschinat offenbar in die Spur gefunden hat, verschärft die Duisburger Sorgen zusätzlich.

Kellerduell in Ingolstadt steht an

Allerdings wäre es jetzt ohnehin noch zu früh, auf die Konkurrenz zu blicken. Vielmehr muss der MSV seine eigenen Spiele gewinnen und war davon gegen St. Pauli auch deshalb weit davon entfernt, weil offensiv nur wenig zusammenlief. Im zweiten Durchgang steigerten sich die Zebras zwar, kassierten aber kurz vor Schluss das entscheidende Gegentor nach einem Eckball.

Unter dem Strich stand eine bittere, allerdings auch nicht unverdiente Niederlage, die deutlich aufgezeigt hat, dass die Bäume auch nach dem Coup von Köln nicht in den Himmel wachsen und viel Arbeit erforderlich ist.

„ Die Niederlage schmerzt sehr, aber es heißt trotzdem Kopf hoch, Brust raus. ”
Torsten Lieberknecht

Trainer Lieberknecht will und wird diese Herausforderung aber natürlich annehmen und zeigte sich auf der vereinseigenen Webseite gleich wieder kämpferisch: „Die Niederlage schmerzt sehr, aber es heißt trotzdem Kopf hoch, Brust raus und wir werden den Weg zum Sieg gemeinsam anstreben.“

Am nächsten Wochenende wartet nun direkt ein absolutes Schlüsselspiel, wenn der MSV beim punktgleichen Schlusslicht FC Ingolstadt zu Gast ist. In der Audi-Stadt zu verlieren, ist mehr oder weniger verboten. Ein Unentschieden freilich würde Duisburg in der Tabelle auch nicht entscheidend voranbringen, sodass Lieberknecht seine Elf auf Sieg trimmen wird.

Dass im eigenen Stadion vor allem Ingolstadt gefordert ist, das Spiel zu machen, könnte Duisburg ähnlich wie in Köln ein Stück weit entgegenkommen.

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