MSV Duisburg: Die 3. Liga als wirtschaftliches Horrorszenario

Direkter Wiederaufstieg wäre das klare Ziel

Kevin Wolze

Der Abstieg würde den MSV Duisburg in vielerlei Hinsicht zurückwerfen © Imago / Karina Hessland

Bei drei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz und sogar fünf Zählern ans rettende Ufer steht der MSV Duisburg mit dem Rücken zur Wand. An den verbleibenden zwölf Spieltagen bleibt zwar noch genügend Zeit, den dritten Absturz in die 3. Liga innerhalb von sechs Jahren zu vermeiden, doch natürlich müssen sich die Verantwortlichen auch mit dem Fall der Fälle beschäftigen.

Dass wir die Klasse halten, ist eigentlich alternativlos. (Ingo Wald)

Und dieser würde die Zebras vor enorme Herausforderungen stellen, wie im Rahmen der gestrigen Jahreshauptversammlung deutlich wurde. Präsident Ingo Wald, der einen Abstieg laut Reviersport sogar als „Horrorszenario“ bezeichnete, richtete deshalb einen deutlichen Appell an die Mannschaft: „Dass wir die Klasse halten, ist eigentlich alternativlos! Wir alle wissen, ihr könnt es. Zeigt es uns!“

TV-Einnahmen in der 3. Liga deutlich niedriger

In der vergangenen Saison erwirtschaftete der MSV zwar einen Überschuss von 649.000 Euro, der allerdings ohne die rund 8,5 Millionen Euro an TV-Geldern nicht ansatzweise möglich gewesen wäre. In der 3. Liga würden die Einnahmen aus diesem Bereich auf weniger als eine Million Euro sinken, was drastische Einschnitte zur Folge hätte.

Mehrere Jahre in der 3. Liga wären der Tod des Vereins. (Ingo Wald)

Nichtsdestotrotz wäre die Marschroute im Abstiegsfall für Präsident Wald klar. „Mehrere Jahre in der 3. Liga wären der Tod des Vereins. Wenn der Worst Case kommt, den ich nicht hoffe, appelliere ich an alle: Wenn er kommt, müssen wir alle Kräfte bündeln und eine schlagkräftige Elf ins Rennen bringen, um mit Druck sofort wieder aufzusteigen. Das ist der einzige Weg, dauerhaft zu überleben.“

Ein Abstieg wäre natürlich auch ein enormer Rückschlag für den in den letzten Jahren durchaus erfolgreichen Konsolidierungsprozess. Seit dem Lizenzentzug im Jahr 2013 wurde das negative Eigenkapital von 12,3 Millionen Euro auf 6,4 Millionen Euro beinahe halbiert. Da laut Wald in der 3. Liga anders als in Liga zwei keine „schwarze Null“ möglich wäre, würde der Aufbau einer finanziellen Substanz zumindest vorübergehend gestoppt.

Schon Mitglied bei Wettanbieter LeoVegas? Jetzt exklusiven LeoVegas Bonus sichern & mit bis zu 100€ gratis Guthaben auf Duisburg wetten!