MSV Duisburg: Druck auf Gino Lettieri wächst – Rückendeckung von Ivica Grlic

Vom Start in die neue Saison hatte man sich beim MSV Duisburg sicherlich mehr erwartet als nur einen Punkt aus den ersten vier Saisonspielen. Doch am kommenden Samstag erwarten die Zebras die SpVgg Greuther Fürth als Tabellenschlusslicht und stehen bereits unter Druck.

Insbesondere auch Trainer Gino Lettieri, der es bislang mit dem vorhandenen Personal nicht geschafft hat, Stabilität ins Team zu bekommen. Bei gestrigen 0:2 beim Karlsruher SC stand der MSV zwar fast eine Halbzeit lang ordentlich, kassierte aber kurz vor der Pause erneut ein unnötiges Gegentor. Einmal mehr machte einer der beiden Innenverteidiger, diesmal der von Manuel Torres vor seiner Flanke auf Torschütze Erwin Hoffer viel zu einfach ausgespielte Branimir Bajic keine gute Figur. Weil auch Dustin Bomheuer erneut den Beweis schuldig geblieben ist, eine Verstärkung zu sein, wäre es keine Überraschung, würden die Duisburger Verantwortlichen ihre Suche nach einem neuen Abwehrspieler noch einmal intensivieren.

Grlic stärkt Lettieri den Rücken

[ad]Trainer Gino Lettieri, der kurzfristig auf die Thomas Bröker (Adduktorenprobleme) und Zlatko Janjic (Wadenprellung) verzichten musste, sah zwar unter dem Strich einen verdienten Sieg des KSC, sah aber auch eine „gute und stabile erste Hälfte von uns war, in der sich beide Mannschaften neutralisiert haben“.

Zudem haderte Lettieri mit dem nach einem Foul von Ylli Sallahi an Nico Klotz und einem gleichzeitigen Handspiel des KSC-Linksverteidigers ausgebliebenen Elfmeterpfiff in der 77. Minute: „Wer weiß was passiert wäre, wenn es den Elfmeter gegeben hätte.“

Ungeachtet dessen wächst natürlich der Druck auf Lettieri, der sich schon in den vergangenen Wochen gegen Kritik an seiner zu defensiven Spielweise zur Wehr setzte. Gelingt auch gegen Fürth nicht der erhoffte erste Sieg, dürften die Trainerdiskussionen lauter werden. Für Sportdirektor Ivica Grlic will sich mit diesem Thema aber aktuell nicht beschäftigen und stärkte seinem Coach gegenüber „Der Westen“ den Rücken: „Der Trainer hat unser Vertrauen.“

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