MSV Duisburg: Eckball-Schwäche wird zum Problem

Zebras mit Schwächen in der Raumaufteilung

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Donnerstag, 17.08.17 | 08:11
Ilia Gruev, Trainer vom MSV Duisburg, vor dem Spiel

Ilia Gruev fordert von seiner Mannschaft mehr Cleverness bei Eckbällen. ©Imago/54Grad

Der Saisonstart verlief für die Zebras vielversprechend, auch wenn nur ein Punkt aus zwei Spielen etwas anderes vermuten lässt. Duisburg wirkt, anders als noch in der letzten Zweitliga-Saison 2015/16, absolut konkurrenzfähig und zeigte gegen Dresden und Bochum, dass sie an einem guten Tag jedem Ligakonkurrenten ein Bein stellen können.

Bereits drei Gegentore nach Eckbällen

Allerdings stehen sich die Meidericher zurzeit selbst im Weg. Die Mannschaft zeigt sich grundsätzlich sicher in der Defensive, bringt sich jedoch durch Unkonzentriertheiten um den eigenen Lohn. Dies wurde zuletzt beim DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg deutlich, wo der MSV beide Gegentore nach einer Ecke kassierte. Schon gegen Dresden mussten die Zebras kurz vor Schluss einen Gegentreffer nach einem Eckstoß hinnehmen.

Danach stellte Trainer Ilia Gruev bereits die Raumaufteilung bei Standardsituationen um, wie Gerrit Nauber gegenüber der Bild (Ausgabe vom 16.08.2017) verriet. Verbessert hat das im Spiel gegen Nürnberg allerdings nichts. „Jetzt standen wir wieder bei beiden Toren ganz schlecht“, so der Verteidiger.

Eigentlich hätte der MSV mit Lukas Fröde, Dustin Bomheuer oder Borys Tashchy genug großgewachsene Spieler in seinen Reihen, um solche Situationen besser zu verteidigen. Allerdings stimmte, wie bei den Gegentoren gegen den Club zu sehen, die Zuordnung zu den Gegenspielern überhaupt nicht.

Kopfballstarke Heidenheimer

Das könnte auch im nächsten Spiel gegen den 1. FC Heidenheim zum Problem werden, denn das Schmidt-Team hatte im DFB-Pokal gegen die SpVgg Unterhaching gleich mehrere Großchancen nach Eckbällen und machte daraus zwei Tore. 

Möglicherweise weicht Gruev daher von der kompletten Raumdeckung ab und lässt die kopfballstarken Heidenheimer in Manndeckung nehmen, auch wenn er das in der „Bild“ noch ablehnte. Vielmehr forderte er von seiner Mannschaft in diesen Situationen die nötige Cleverness.

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