MSV Duisburg: Lieberknecht statt Atalan

Entscheidung in der Trainerfrage weiter offen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 01.10.18 | 16:05

Übernimmt beim MSV Duisburg. Torsten Lieberknecht wird Nachfolger des entlassenen Ilia Gruev. ©Imago

UPDATE: Ilia Gruev wurde am Nachmittag von seinen Aufgaben als Trainer entbunden. Ein Nachfolger steht mittlerweile auch fest. Nicht der am Vormittag noch heiß gehandelte Ismail Atalan übernimmt beim MSV Duisburg, sondern Torsten Lieberknecht. Mehr dazu lest Ihr hier.

Der ursprüngliche Artikel von 7:16 Uhr:

In einer Woche gastiert der MSV Duisburg beim 1. FC Köln. Welcher Trainer die Zebras auf den Auftritt beim Spitzenreiter vorbereiten wird, ist zwei Tage nach der 1:3-Heimniederlage gegen den SSV Jahn Regensburg weiterhin unklar. Aktuell gilt zwar ein Trainerwechsel als wahrscheinlicher, doch ausgeschlossen werden kann auch nicht, dass Ilia Gruev noch eine weitere Chance erhält.

Wie schon unmittelbar nach der Partie gegen Regensburg fehlt bisher eine klare Aussage der Verantwortlichen, die aber auch angekündigt haben, dass eine Entscheidung zwei bis drei Tage in Anspruch nehmen kann.

„ Die Mannschaft steht hinter dem Trainer. ”
Ingo Wald

Dass diese Entscheidung pro Gruev ausfallen kann, lässt sich an den Worten von Präsident Ingo Wald im „Kicker“ (Ausgabe 80/2018 vom 01.10.2018) ablesen: „Die Mannschaft steht hinter dem Trainer. Das Regensburg-Spiel hat gezeigt, dass sie für ihn spielt. Ich habe nicht das Gefühl, dass zwingend ein Impuls gesetzt werden muss, weil der Trainer die Mannschaft nicht erreicht. Uns fehlt aktuell einfach das Spielglück.“

Uwe Neuhaus steht wohl nicht zur Verfügung

Nichtsdestotrotz wird überwiegend damit gerechnet, dass der MSV dennoch die Reißleine zieht. Längst machen Spekulationen um mögliche Nachfolger die Runde. Von den kursierenden Namen kann aber Uwe Neuhaus wohl schon wieder gestrichen werden. Nachdem der 58-Jährige erst im August bei Dynamo Dresden entlassen wurde, kommt ein neues Engagement wohl noch nicht in Frage.

Und auch Kosta Runjaic, der schon vor der Niederlage gegen Regensburg gehandelt wurde, wird nicht ohne Weiteres zu haben sein. Der polnische Erstligist Pogon Stettin will den ehemaligen MSV-Coach jedenfalls nicht ziehen lassen. „Ich kann nur sagen, dass das für uns gar kein Thema ist. Kosta Runjaic hat hier bis zum 30. Juni 2019 einen gültigen Vertrag“, betonte Stettins Sportidrektor Dariusz Adamczuk in der Reviersport.

Bleibt als aktuell heißester Kandidat der seit seiner Entlassung im Oktober 2017 vereinslose Ismail Atalan, mit dem es schon Gespräche gegeben haben soll. Noch freilich ist Gruev im Amt und darf hoffen, auch in Köln auf der Bank zu sitzen. Dazu bereit wäre der 48 Jahre alte Bulgare, der sich nach wie vor kämpferisch zeigt, definitiv.

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