VfL Osnabrück: Die Notelf überzeugt

Nun schon seit vier Spielen ungeschlagen

Nico Granatowski gegen Stefano Celozzi

Nico Granatowski (vorne) durfte gegen Bochum auf dem linken Flügel ran. ©Imago images/Nordphoto

Der VfL Osnabrück hat sich den Schwung des überraschenden 1:0-Erfolges gegen den VfB Stuttgart über die Länderspielpause bewahrt und ist am gestrigen Freitag beim VfL Bochum zum fünften Mal in Folge ungeschlagen geblieben. Nach 90 Minuten stand ein 1:1, in dem Daniel Thioune auf der Pressekonferenz nach dem Spiel insgesamt ein gerechtes Unentschieden sah, wenngleich aus Sicht des Osnabrücker Trainers gerade vor der Pause auch mehr drin gewesen wäre.

Anstatt damit zu hadern, sprach Thioune seiner Mannschaft aber ein großes Lob aus. Einerseits, weil die Reaktion auf die frühen Rückschläge in Form des Rückstandes nach zwei Minuten und eines von Marcos Alvarez in der zehnten Minute verschossenen Elfmeters bemerkenswert ausfiel. Andererseits, weil Osnabrück auf eine Reihe von Stammkräften verzichten musste.

Neben den schon länger fehlenden Lukas Gugganig, Kevin Friesenbichler, Maurice Trapp, Simon Haubrock, Konstantin Engel und Nils-Jonathan Körber musste Thioune auch auf Joost van Aken und David Blacha verzichten, die von einem Infekt geschwächt nicht einsatzbereit waren. Dafür begannen mit Adam Susac in der Innenverteidigung und mit Sven Köhler im Mittelfeld zwei Akteure ohne große Spielpraxis.

Granatowski verdient sich seine Chance

Beide machten ihre Sache aber ordentlich. Ebenso wie Nico Granatowski, der nach einer guten Vorstellung im Testspiel beim FC Emmen (2:0) auch deshalb eine Chance auf dem linken Flügel erhielt, weil Thioune in den letzten Wochen mit den Spielern auf dieser Position „nicht so zufrieden“ war.

Zusammen mit Susac und Köhler erhielt Granatowski von seinem Trainer nach der Partie in Bochum aber ein Sonderlob. Generell freut sich der Coach darüber, dass mit der vorhandenen Breite im Kader auch einige und durchaus schwerwiegende Ausfälle kompensiert werden konnten. Auf Dauer freilich wünscht sich Thioune aber sicherlich andere Voraussetzungen.

Auch, weil der Blick auf den aktuell achten Tabellenplatz ein weniger darüber hinwegtäuscht, dass die Lage keinesfalls komfortabel ist. So beträgt der Vorsprung auf die Abstiegszone nur drei Punkte und könnte bis zum Ende des Spieltages sogar noch kleiner werden.