VfL Osnabrück: Freud und Leid bei Schmidt

Bankplatz, Tor und Gelbsperre

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Mittwoch, 27.05.2020 | 14:15
Niklas Schmidt vom VfL Osnabrück

Niklas Schmidt peilt mit dem VfL den Klassenerhalt an. ©Imago images/Revierfoto

Trainer Daniel Thioune stellte seine Mannschaft nach der Pleite gegen Hannover auf mehreren Positionen um, mit Erfolg: Das 2:0 über Fürth wurde der erste Sieg in der Rückrunde. Eine der auffälligsten Änderungen: Niklas Schmidt musste aus dem offensiven Mittelfeld weichen, Bryan Henning nahm seinen Platz ein.

Seit dem 15. Dezember, als der VfL auch dank einem Tor von Schmidt gegen Dynamo Dresden seinen vorerst letzten Sieg feierte, hatte der 22-Jährige nur einmal in der Startelf gefehlt. Dass er, auch wenn seine Leistung gegen 96 nicht gut war, zu den Leidtragenden des 2:4 zählen würde, war daher schon überraschend.

Fortan Edeljoker?

Mit seinem Tor zur Entscheidung gegen das „Kleeblatt“ betrieb er nach seiner Einwechslung schließlich auch Eigenwerbung. Diese läuft jedoch zunächst ins Leere: Der Leihspieler des SV Werder handelte sich noch seine fünfte Gelbe Karte ein und fehlt Freitag gegen Regensburg.

Die Freude über die durchbrochene Serie dominierte aber beim Torschützen: „Es fühlt sich gut an. Wir haben es auch die letzten Spiele gut gemacht. Sowohl in Bielefeld als auch gegen Hannover haben wir gute Leistungen gezeigt, heute haben wir uns dafür belohnt.“

Daniel Thioune sah seine personelle Maßnahme jedenfalls als doppelt gelungen an: David Blacha musste verletzt raus und wir wussten natürlich, mit Niklas Schmidt einen torgefährlichen Spieler nachlegen zu können.“

Ein leicht vergiftetes Kompliment für Schmidt, freut sich ein Profi doch grundsätzlich über Lob vom Trainer, doch der perfekte Joker will man lieber nicht sein.