VfL Osnabrück: Keine Zustimmung zu beabsichtigtem Strafantrag

Nach Platzverweis gegen Ceesay

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Dienstag, 18.02.2020 | 14:36

Assan Ceesay trifft Karlsruhes Dirk Carlson am Kopf.

Für diese Szene droht Osnabrücks Assan Ceesay eine Sperre von drei Spielen. ©imago images/osnapix

Die Situation ereignete sich in der 29. Minute: Osnabrücks Winter-Neuzugang Assan Ceesay will bei einer Ecke des Karlsruher SC den Ball klären, nimmt dazu sein Bein hoch und trifft den in seinem Rücken heranrauschenden Dirk Carlson damit am Kopf.

Tolle Reaktion von Ceesay

Die Entscheidung: Ceesay musste mit der roten Karte vom Platz. Bemerkenswert war die Reaktion des Angreifers, der auf dem Platz stehen blieb, bis er Carlson, der auf der Trage abtransportiert werden musste, seine Entschuldigung mitteilen konnte.

Auch nach dem Spiel gab es warme Worte von Ceesay, unter einem Post des KSC, in dem die Badener ihrem Linksverteidiger gute Besserung aussprachen, antwortete der 25-Jährige: "Es war nicht meine Absicht, ich habe dich nicht gesehen. Ich hoffe, du nimmst meine Entschuldigung an. Ich wünsche dir eine schnelle Genesung."

VfL will Strafe nicht akzeptieren

Dass Ceesay selbst zunächst gesperrt zuschauen muss, ist klar, wie hoch seine Strafe ausfällt, hängt von der Entscheidung des DFB ab. Dieser beabsichtigt einen Strafantrag beim DFB-Einzelrichter zu stellen, was eine Sperre von drei Spielen bedeuten würde.

Allerdings: Der VfL Osnabrück kündigte am heutigen Dienstag an, dem nicht zuzustimmen, um dadurch die Strafe für Ceesay zu reduzieren. Es bleibt damit weiter ungewiss, wie lange Ceesay, der gegen den KSC sein Startelf-Debüt feierte, den Lila-Weißen fehlen wird. Ob der DFB Ceesays warmherzige, aber auch angebrachte Entschuldigung in seine Entscheidungsfindung miteinbezieht, wird sich zeigen.