VfL Osnabrück: Wende ausgerechnet in Fürth?

Lila-Weiße am Ronhof mit katastrophaler Bilanz

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 26.05.20 | 10:14

Daniel Thioune

Daniel Thioune hat den Glauben an sein Team noch nicht verloren. © imago images / pmk

Lange sah es am Wochenende danach aus, als könnte der VfL Osnabrück seine seit Dezember anhaltende Durststrecke beenden. Doch gegen Hannover 96 genügte eine 2:1-Führung nach 74 Minuten am Ende nicht einmal zu einem Punkt. Stattdessen setzte es letztlich mit einem 2:4 die sechste Niederlage im zehnten sieglosen Rückrundenspiel.

Der Vorsprung von zwei Punkten auf Relegationsplatz 16 ist zwar auch nach der neuerlichen Pleite gleich geblieben, aber dennoch hat sich die Lage weiter zugespitzt. Trainer Daniel Thioune betonte im "Kicker" (Ausgabe 44/2020 vom 25.05.2020) indes trotz der erneuten Enttäuschung und der immer längeren Flaute, unverändert vom Klassenerhalt überzeugt zu sein: "Ich glaube an meine Mannschaft - und sie an sich. Es besteht gerade nach den beiden ersten Spielen nach der Corona-Pause auch kein Grund, an ihr zu zweifeln."

Sechs von sieben Gastspielen in Fürth verloren

Am heutigen Dienstag bietet sich bei Greuther Fürth die nächste Gelegenheit, den Bock umzustoßen und sich etwas Luft zu verschaffen. Allerdings verbinden die Lila-Weißen mit dem Fürther Ronhof bislang alles andere als gute Erinnerungen.

Seit 1981 war Osnabrück sieben Mal zu Gast in Fürth, stets in der 2. Bundesliga, und konnte noch nie gewinnen. Vielmehr reichte es sogar nur zu einem einzigen Unentschieden in der Saison 2003/04. Alle übrigen Gastspiele in Fürth verlor Osnabrück und das zuletzt sogar recht deutlich. 2010/11 stand es aus Osnabrücker Sicht nach 90 Minuten 0:3, 2008/09 verloren die Lila-Weißen mit 2:4 und 2007/08 ging es mit einer 3:6-Schlappe im Gepäck zurück nach Osnabrück.

Nimmt man die beiden jüngsten Heimspiele hinzu - ein 0:2 2010/11 und das 0:0 im Hinspiel der laufenden Spielzeit - wartet Osnabrück im Moment nicht nur seit drei Spielen auf einen Sieg gegen Fürth, sondern auch auf ein Tor. Unter dem Strich sind es vor dem Auftritt im Frankenland sicher nicht die besten Vorzeichen. Allerdings bietet sich auch die Chance, auf einen Schlag mehrere Negativserien zu durchbrechen.

Das Restprogramm des VfL Osnabrück