MSV Duisburg: Havard Nielsen auf dem Weg zum Glücksgriff

Norweger mit zweitem Tor im zweiten Spiel

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 03.02.19 | 06:55
Havard Nielsen dreht jubelnd ab

Havard Nielsen (vorne) traf gestern gegen Darmstadt zum 2:0. ©Imago/Eibner

Der MSV Duisburg hat den Fehlstart ins neue Jahr korrigiert und die rote Laterne nach drei Tagen wieder an den FC Ingolstadt abgegeben. Nach der 1:2-Niederlage am Dienstag beim MSV Duisburg feierten die Zebras am Freitagabend einen enorm wichtigen 3:2-Sieg gegen den SV Darmstadt 98, der in den Schlussminuten aber unnötigerweise am seidenen Faden hing.

Nach einer komfortablen 3:0-Führung kam Darmstadt in der 88. Minute zum 2:3-Anschlusstreffer, woraufhin auf dem Platz und im Stadion das Zittern begann. Letztlich brachte die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht den nach zuvor fünf Niederlagen in Serie enorm wichtigen Dreier aber über die Zeit.

Nielsen mit dem Zeug zum Führungsspieler

Bis zur letzten Sekunde mitgeholfen, die drei Punkte in Duisburg zu behalten, hat Winterneuzugang Havard Nielsen, der nach 180 Minuten im MSV-Trikot auf dem Weg zum Glücksgriff ist. In Bochum war das späte Anschlusstor der Leihgabe von Fortuna Düsseldorf letztlich noch wertlos, doch mit dem 2:0 gegen Darmstadt hatte Nielsen auch seinen Anteil am erst zweiten Duisburger Heimsieg in dieser Saison (bei acht Niederlagen).

Nielsen alleine auf seine Tore zu reduzieren, wäre aber zu kurz gegriffen. Vielmehr besitzt der 25-Jährige, der in einem 4-1-4-1 als Achter aufgeboten wurde, mit seiner Einsatzfreude und seiner leidenschaftlichen Spielweise auch darüber hinaus großen Wert für die Mannschaft. Der Norweger hat mit seiner mitreißenden Art sogar das Zeug zum Führungsspieler, muss die ersten positiven Auftritte aber natürlich erst noch bestätigen.

Am besten schon am Dienstag im Pokal-Achtelfinale gegen den SC Paderborn. Schließlich würde der Einzug ins Viertelfinale dem finanziell alles andere als auf Rosen gebetteten MSV stattliche 1,328 Millionen Euro allein an Vermarktungsgeldern in die Kasse spülen.