MSV Duisburg: Neuzugänge im Winter unwahrscheinlich

Weiter Abnehmer für Özbek und Bröker gesucht

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 12.11.17 | 07:43
Ivica Grlic

Wird im Winter auf dem Transfermarkt wohl nicht tätig: Ivica Grlic © Imago / Revierfoto

Mit 16 Punkten aus den ersten 13 Spielen fällt die Zwischenbilanz des MSV Duisburg positiv aus. Die Zebras scheinen anders als nach dem letzten Aufstieg 2015, dem der direkte Wiederabstieg folgte, diesmal dazu in der Lage, sich wieder in der 2. Bundesliga zu etablieren.

Auch deshalb, weil die Verantwortlichen um Sportdirektor Ivica Grlic im Sommer auf dem Transfermarkt ein hervorragendes Händchen bewiesen haben. Mit Cauly Oliveira Souza, Lukas Fröde, Gerrit Nauber, Borys Tashchy und Moritz Stoppelkamp avancierten alle neu verpflichteten Feldspieler zu Stammkräften. Nur Keeper Daniel Davari fungiert hinter Mark Flekken lediglich als Nummer zwei.

Wiegel fällt lange aus

Trainer Ilia Gruev hat aus alten und neuen Spielern in kurzer Zeit eine funktionierende Mannschaft geformt und es auch geschafft, zwischenzeitlich aufgetretenen Probleme wie auf der rechten Abwehrseite mit der Nominierung von Routinier Enis Hajri zu beheben.

Größere Baustellen gibt es im aktuellen Kader nicht, auch wenn die eine oder andere Alternative nicht zuletzt wegen des wohl längerfristigen Ausfalls von Andreas Wiegel, der nach Vereinsangaben im Training einen Meniskusriss und eine Teilverletzung am vorderen Kreuzband erlitt, sicher wünschenswert wäre.

„ Ich vertraue unserer Mannschaft komplett. ”
Ivica Grlic

Allerdings sind Wintertransfers laut Grlic mit „sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ ausgeschlossen. „Zum einen können wir uns das finanziell nicht leisten. Außerdem sage ich nicht unbedingt: Wir suchen für diese oder jene Position einen Spieler. Denn ich vertraue unserer Mannschaft komplett“, erklärte der MSV-Sportdirektor in der Reviersport.

Lediglich im Falle von Abgängen, konkret einem Abschied der mehr oder weniger ausgemusterten Baris Özbek und Thomas Bröker, würde finanzieller Spielraum entstehen. Grlic erachtet es indes als „sehr schwierig“, neue Klubs für die beiden Routiniers zu finden. Und auch dann wären Investitionen in neues Personal nicht unbedingt zwingend.

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