VfL Bochum: Appelle an den Zusammenhalt

Patrick Fabian und Sebastian Schindzielorz mit ähnlichen Forderungen

Patrick Fabian

Fordert eine geschlossene Mannschaftsleistung: Patrick Fabian © Imago / Eibner

Nach den Siegen beim 1. FC Köln (3:2) und gegen den MSV Duisburg (2:1) an den ersten beiden Spieltagen der Rückrunde durfte man beim VfL Bochum berechtigterweise auf den zu diesem Zeitpunkt nur vier Punkte entfernten dritten Platz schielen. Vier Spiele und null Zähler später herrscht an der Castroper Straße aber Tristesse vor, sind es doch inzwischen elf Punkte Rückstand auf jenen Relegationsplatz.

Zudem lieferte die Mannschaft von Trainer Robin Dutt, der in den vergangenen Wochen taktisch und personell einiges versucht hat, gegen Holstein Kiel (1:3) eine erschreckend schwache Vorstellung ab, nach der es erst einmal nur darum gehen kann, sich so schnell wie möglich nach unten abzusichern.

Dutt nimmt sich in die Pflicht

Warum sich seine Mannschaft derzeit völlig außer Tritt befindet, ist für Dutt ein Rätsel. „Es hat wirklich nichts funktioniert: Meine Umstellungen in der Grundordnung haben nicht funktioniert, meine Umstellungen in der Aufstellung haben nicht funktioniert. Und die Aktionen auf dem Platz haben auch nicht funktioniert. Die Beine haben sehr schwer gewirkt, der Kopf auch“, so der VfL-Coach, der auf der vereinseigenen Webseite betonte, die Situation nicht unterschätzen zu wollen.

Ich stelle mich vor die Spieler und gehe mit ihnen auch diesen Weg. (Robin Dutt)

Dutt übernahm zugleich die Verantwortung für den derzeitigen Negativlauf und betonte, die Spieler nicht an den Pranger stellen zu wollen: „Ich muss es hinkriegen, der Schlüssel liegt in meiner Hand. Aber momentan kriege ich ihn nicht annähernd ins Schloss. Ich werde weiter hart daran arbeiten. Ich stelle mich vor die Spieler und gehe mit ihnen auch diesen Weg.“

Krisenduell bei Dynamo Dresden

Innerhalb der Mannschaft hat man den Ernst der Lage erkannt. Routinier Patrick Fabian, der nach auskurierter Rippenverletzung zur Pause sein Comeback feierte, forderte in der Reviersport die Rückkehr zu den Basics und appelierte an den Zusammenhalt: „Wir müssen als Mannschaft noch mehr zusammenstehen. Keiner darf anfangen, sein eigenes Süppchen zu kochen.“

Wir müssen zusammenstehen und schleunigst wieder punkten. (Sebastian Schindzielorz)

Eine ähnliche Richtung hatten die ebenfalls gegenüber der Reviersport getätigten Aussagen von Sportvorstand Sebastian Schindzielorz, der einer schonungslosen Analyse die Forderung nach Geschlossenheit und der Trendwende folgen ließ: „Wir müssen zusammenstehen und schleunigst wieder punkten.“

Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am nächsten Sonntag bei Dynamo Dresden, wo dann die beiden formschwächsten Mannschaften der letzten Wochen aufeinandertreffen. Gelingt auch dann der Umschwung nicht, dürfte die Unruhe weiter zunehmen. Und die aktuell auf Eis gelegten Vertragsgespräche würden noch weiter aufgeschoben.

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