VfL Bochum: „Maßlos enttäuschter“ Thomas Reis übt auch Selbstkritik

Trainer mit klaren Worten zur Leistung gegen Fürth

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 08.11.20 | 07:36
Thomas Reis

Nach der Pleite gegen Fürth unzufrieden: Thomas Reis. © imago images / Revierfoto

Der VfL Bochum hat es verpasst, die Länderspielpause unter den Top-Drei zu verbringen. Nach den beiden Siegen gegen Erzgebirge Aue (2:0) und bei den Würzburger Kickers (3:2) gelang der erhoffte, dritte Dreier in Serie nicht. Stattdessen kassierte die Mannschaft von Trainer Thomas Reis im eigenen Stadion gegen Greuther Fürth einen herben Dämpfer in Form einer 0:2-Niederlage.

„ Ich maßlos enttäuscht über unsere Leistung. ”
Thomas Reis

„Ich maßlos enttäuscht über unsere Leistung. Im letzten Drittel haben wir gar keine Lösungen gefunden und sehr unsauber gespielt. Wir haben zu viele falsche Entscheidungen getroffen“, fand Reis anschließend einerseits auf der vereinseigenen Webseite klare Worte, zeigte sich andererseits aber auch mit Blick auf den Gegner nicht vollends überrascht: „Es ist wie es ist, wir wussten, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben. Wir werden daraus unsere Lehren ziehen und ich denke, gegen Fürth werden noch viele weitere Mannschaften Probleme bekommen.“

Denkzettel für Robert Zulj

Reis, der zum dritten Mal in Folge der gleichen Startelf vertraut hatte, übte gegenüber der Reviersport indes auch Selbstkritik: „Als Trainer hinterfragt man sich natürlich auch, ob man alles richtig gemacht hat. Ich nehme gewisse Dinge auf meine Kappe“, so der Coach, der andeutete, dass seine Entscheidung auf dem linken Flügel eher nicht erneut für den mannschaftsdienlicheren Milos Pantovic sowie gegen die offensiv gefährlicheren Danny Blum und Gerrit Holtmann ausfallen würde.

Dazu, auf Robert Zulj und Tarsis Bonga gänzlich im Kader zu verzichten, obwohl auf der Bank sogar noch ein Platz frei blieb, stand Reis hingegen. „Es hatte sportliche Gründe. Bei Tarsis kam noch dazu, dass er unter der Woche noch Knieprobleme hatte“, machte der VfL-Coach deutlich, insbesondere mit den Leistungen von Spielmacher Zulj, mutmaßlich auch im Training, nicht zufrieden gewesen zu sein. Bleibt abzuwarten, ob der Österreicher nun während der Länderspielpause eine Reaktion zeigt und sich wieder aufdrängen kann.