VfL Bochum: Sehnsucht nach einer Führung

In allen sechs Ligaspielen mit 0:1 in Rückstand

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 18.09.19 | 06:58
Anthony Losilla (m.) gegen Dresden.

Kapitän Anthony Losilla (m.) fand nach dem 2:2 gegen Dresden deutliche Worte. ©imago images/eu-images

Auch beim Einstand von Trainer Thomas Reis ist es dem VfL Bochum nicht gelungen, den Bock umzustoßen. Stattdessen wartet der VfL auch nach sechs Spieltagen auf den ersten Saisonsieg und steht mit mageren drei Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Immerhin zeigte Bochum beim 2:2 gegen Dynamo Dresden zum wiederholten Male Moral und rettete wie zuvor gegen Arminia Bielefeld (3:3) und den SV Wehen Wiesbaden (3:3) nach einem Rückstand im eigenen Stadion noch einen Punkt. Stets einem Rückstand hinterherlaufen zu müssen, was an den ersten sechs Spieltagen immer der Fall war, lässt freilich einen mächtig verärgerten Kapitän Anthony Losilla zurück.

„ Ich will, dass wir nicht immer eine Aufholjagd starten müssen. ”
Anthony Losilla

„Wir hatten 20 Minuten im Spiel in denen wir einfach geschlafen haben. Wir kassieren zu einfach die Tore, die uns dann in Schwierigkeiten bringen. Ich will, dass es in Zukunft nicht mehr so läuft, dass wir immer eine Aufholjagd starten müssen, das ist für die Nerven einfach zu viel“, fand der Franzose, der gegen seinen Ex-Klub Dresden per Kopfball das 2:2 markierte, auf der vereinseigenen Webseite klare Worte.

Drei richtungsweisende Spieler bis zur nächsten Länderspielpause

Endlich einmal in Führung zu gehen, wäre für den VfL definitiv wichtig, wie auch Vitaly Janelt, der das fehlende Momentum beklagte, durchblicken ließ: „Ich habe momentan das Gefühl, dass der Gegner eine Chance hat und diese direkt nutzt – bei uns ist das nicht so.“

In der Tat hat Bochum gegen Dresden eigentlich gut ins Spiel gefunden, es aber versäumt, die durchaus vorhandenen Chancen in einer ordentlichen ersten Halbzeit zu nutzen, ehe die Gäste dann von den Nachlässigkeiten nach dem Seitenwechsel profitierten und eiskalt zuschlugen.

Ähnliches soll in den bis zur nächsten Länderspielpause anstehenden Spielen beim SV Sandhausen, gegen Darmstadt 98 und beim 1. FC Heidenheim nicht mehr passieren. Und in diesen Partien muss der VfL auch zwingend punkten, um nicht komplett im Tabellenkeller hängen zu bleiben.

Selbst einmal in Führung zu gehen, wäre wie beim zwischenzeitlichen 3:2 gegen Bielefeld zwar auch noch keine Garantie für drei Punkte, würde die Chancen aber zumindest erhöhen.

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