VfL Bochum: Weiter mit einem Trio im Mittelfeldzentrum?

Tesche und Janelt an der Seite von Losilla

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 07.05.20 | 09:01
Anthony Losilla

Anthony Losilla gibt im Bochumer Mittelfeld die Richtung vor. © imago images / eu-images

Der Gegner steht noch nicht fest, doch auch beim VfL Bochum herrscht Erleichterung darüber, dass es am übernächsten Wochenende nach dann mehr als zwei Monaten Pause in der 2. Bundesliga weitergeht. Am heutigen Donnerstag wird nach der Mitgliederversammlung der DFL dann auch bekannt sein, wer der Bochumer Auftaktgegner ist, wobei einiges für den zu Beginn der Corona-Krise abgesagten 26. Spieltag und damit das eigentlich für den 14. März geplante Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim spricht.

Gut möglich allerdings, dass sich der VfL bei den Vorbereitungen auf den Re-Start nur bedingt am Gegner orientiert, sondern auf die taktische und personelle Ausrichtung setzt, die vor der Unterbrechung immerhin fünf Punkte aus drei ungeschlagenen Spielen bei Dynamo Dresden (2:1), gegen den SV Sandhausen (4:4) und bei Darmstadt 98 (0:0) einbrachte.

Wie zuvor schon beim weniger erfolgreichen Start ins neue Jahr bei Arminia Bielefeld (0:2) und gegen den Hamburger SV (1:3) bot Trainer Thomas Reis im zentralen Mittelfeld mit Anthony Losilla, Vitaly Janelt und Robert Tesche gleich drei Akteure auf, deren Stärken nur bedingt in der Offensive liegen.

Vier der letzten fünf Gegentore nach Standards

Hintergrund dieser Personalauswahl ist sicherlich das Bestreben, die Anzahl der Gegentore zu reduzieren und das Spiel zu stabilisieren. Auf den ersten Blick scheint dieses Vorhaben angesichts von fünf Gegentreffern in den letzten drei Partien nicht wirklich geglückt. Allerdings resultierten gleich vier dieser fünf Gegentore aus ruhenden Bällen. Dresden traf gegen den VfL nach einem Eckball, während Sandhausen zwei Elfmeter und einen Freistoß versenkte.

Aus dem Spiel heraus ließ die Reis-Elf in den jüngsten drei Begegnungen somit nur ein Gegentor zu. Sicher ein Argument, das für ein erneutes 4-1-4-1 spricht, in dem sowohl Losilla als auch Janelt für die Sechserrolle in Frage kommen und situativ auch ein Wechselspiel möglich ist. Nachteil allerdings ist, dass es in dieser Formation keinen Zehner gibt und somit gleich mehrere Kreativkräfte wie Robert Zulj, Tom Weilandt und Sebastian Maier entweder keinen Platz in der ersten Elf finden oder aber auf den Flügel ausweichen müssen.

Derlei Alternativen in der Hinterhand zu haben, gibt Coach Reis aber natürlich auch die Möglichkeit, flexibel auf das Spielgeschehen zu reagieren und bei Bedarf aus dem Zentrum heraus für mehr Offensivgeist zu sorgen.