VfL Bochum: Wer sorgt künftig für die Tore?

Bislang noch kein Ersatz für Torjäger Hinterseer

Lukas Hinterseer

Seine 18 Tore hinterlassen eine große Lücke: Lukas Hinterseer. © imago images / Oliver Ruhnke

Mit einem 8:1 gegen Bezirksligist FC Altenbochum hat der VfL Bochum sein erstes Testspiel der Saisonvorbereitung erfolgreich gestaltet. Milos Pantovic war dabei in der Mannschaft von Trainer Robin Dutt, der zur Pause komplett durchwechselte, der einzige Doppeltorschütze. Die übrigen Treffer erzielten die Neuzugänge Danny Blum und Jordi Osei-Tutu sowie Baris Ekincier, Sebastian Maier, Görkem Saglam und Simon Zoller.

Blum bereitet nach seinem ersten Auftritt indes auch schon Sorgen. Der von Eintracht Frankfurt zuletzt an UD Las Palmas verliehene Offensivmann musste kurz vor der Pause wegen noch nicht näher diagnostizierten Problemen in der Leistengegend vom Platz. Ein längerer Ausfall des bislang einzigen Neuzugangs für den vorderen Bereich neben Rückkehrer Ulrich Bapoh wäre für den VfL fraglos bitter.

Noch hat der VfL den Abgang von Lukas Hinterseer (Hamburger SV), dessen 18 Saisontore fraglos eine große Lücke hinterlassen, nicht mit einem externen Neuzugang kompensiert. Und ob noch ein neuer Angreifer kommt, ist im Moment nicht sicher. Zwar bemüht sich Bochum dem Vernehmen nach um eine erneute Ausleihe von Silvere Ganvoula (RSC Anderlecht), womit die Auswahl im Angriff im Vergleich zur abgelaufenen Saison aber nicht größer würde.

Simon Zoller als Hoffnungsträger

Ganvoula wäre der zweite zentrale Angreifer neben Simon Zoller, der nach seiner Verpflichtung im Winter vom 1. FC Köln überwiegend auf Außen eingesetzt wurde, sich aber grundsätzlich im Zentrum besser aufgehoben fühlt. Eine ähnliche Quote wie Hinterseer in der vergangenen Saison hatte Zoller in seiner Karriere indes nur in den Spielzeiten 2012/13 und 2013/14.

2012/13 erzielte Zoller in der 3. Liga für den VfL Osnabrück in 36 Spielen 15 Tore und ein Jahr später nach seinem Wechsel zum 1. FC Kaiserslautern dann in 28 Zweitliga-Partien 13 Treffer. Seitdem waren es nie mehr als sechs Saisontore, wobei Zoller beim 1. FC Köln aber auch nie unumstrittener Stammspieler war.

Um in Bochum nicht die Diskussionen um weiteren Bedarf im Angriff anzuheizen, wäre für den 28-Jährigen ein guter und vor allem auch verletzungsfreier Start in die Saison enorm wichtig. Andernfalls scheint zumindest denkbar, dass bis Transferschluss am 2. September der Stürmermarkt noch genauer sondiert wird.