1. FC Köln bezieht Stellung zu Modeste

Provisionsforderung grundlos

Kölns Anthony Modeste gegen Sokartis vom BVB

Anthony Modeste (l.) darf immer noch nicht auf den Platz zurückkehren. ©Imago

Der 1. FC Köln und Anthony Modeste – es scheint keine glückliche zweite Ehe zu werden. Obwohl der Franzose schon länger wieder unter Vertrag steht bei dem Klub, den er 2017 in die Europa League schoss, darf er bis heute nicht spielen. Zu viele Fragen um seinen Streit mit dem chinesischen Klub Tianjin sind ungeklärt, zuletzt forderte Spielervermittler Giacomo Petralito vor dem Landgericht Köln eine nachträgliche Provision von zwei Millionen Euro.

Millionen-Verzicht für Europa League

Dazu nahm der EffZeh nun offiziell Stellung. In einer Mitteilung des Vereins heißt es, der Vermittler Petrolito habe keinen Beitrag zum Transfer im Sommer 2017 geleistet, denn ein anderer Spielervermittler hatte schon im Winter den Kontakt nach China hergestellt.

Zu einem kolportierten Angebot von 75 Millionen Euro im Januar 2017 sagt der Klub, dass es zwar möglich gewesen wäre, den Preis für Modeste im Januar in diese Höhe zu treiben. Es habe aber zum einen nie ein schriftliches Angebot in dieser Höhe gegeben, zum anderen seien die sportlichen Ziele höher bewertet wurden, als die wirtschaftlichen.

Daher habe man sich gegen die Millionen und für das Erreichen der Europa League entschieden, sodass Anthony Modeste erst im Sommer, dann jedoch für weniger Geld den Verein verließ.

Inzwischen hat die Posse um den Publikumsliebling eine neue Stufe erreicht, denn laut „Express“ fordert Tianjin nun eine offizielle Entschuldigung Modestes, ehe wieder über eine Spielgenehmigung gesprochen wird.