1. FC Köln: Wäre Marc Stendera die passende Verstärkung?

Offenbar noch ein zweiter Kandidat im Rennen

Marc Stendera im Spiel gegen Nürnberg.

In Frankfurt die meiste Zeit nur Ersatz: Marc Stendera. ©Imago/Philippe Ruiz

Eigentlich hatten die Verantwortlichen des 1. FC Köln Neuzugänge in der Winterpause nur bedingt auf der Agenda, doch inzwischen deutet einiges darauf hin, dass die Geißböcke zeitnah auf dem Transfermarkt zuschlagen werden. Unabhängig von der Verpflichtung von Kingsley Schindler, die für den Sommer fix ist und womöglich vorgezogen werden kann, läuft die Suche nach einem Sechser.

Weil mit Marco Höger, Vincent Koziello und Matthias Lehmann drei potentielle Sechser nicht nur im Trainingslager auf Mallorca fehlen, sondern vermutlich auch den Pflichtspielauftakt am 31. Januar beim 1. FC Union Berlin verpassen werden, sehen die Verantwortlichen um Geschäftsführer Armin Veh Handlungsbedarf, zumal in Berlin auch Jonas Hector gelbgesperrt fehlt.

„Wir haben auf der Sechser-Position ein paar Schwierigkeiten. Wir müssen gegen Union und Aue sofort gut aufgestellt sein, das sind direkt wichtige Spiele“, betonte Trainer Markus Anfang gegenüber dem General-Anzeiger die Bedeutung eines guten Starts und will in dieser Hinsicht offenbar kein Risiko eingehen.

Stendera kann sich Wechsel nach Köln vorstellen

Dass der in der Hinrunde als Sechser in der Regel gesetzte Höger wegen einer im Training erlittenen Außenbanddehnung im rechten Knie laut „General-Anzeiger“ sogar mehrere Spiele verpassen könnte, sorgt dafür, dass die Geißböcke mit Hochdruck nach einem neuen Sechser fahnden, der idealerweise sogar noch ins am Donnerstag endende Trainingslager kommen soll.

Köln ist ein toller Verein. Ich kann mir das vorstellen. (Marc Stendera)

Heiß gehandelt wird aktuell vor allem Marc Stendera, der bei Eintracht Frankfurt meist nicht über eine Reservistenrolle hinauskommt und nun gegenüber Bild Interesse an einem Engagement in der Domstadt signalisierte: „Köln ist ein toller Verein. Ich kann mir das vorstellen“, so der 23-Jährige, der einst in Frankfurt unter Trainer Veh seine ersten Schritte im Profifußball gemacht hat.

Kontakt zwischen dem FC und Stendera gibt es laut „Bild“ bisher aber noch nicht. Vielleicht auch deshalb, weil ein zweiter, namentlich nicht bekannter Kandidat in der Verlosung sein soll.

Hilft Stendera langfristig weiter?

Ob Stendera eine passende Lösung wäre, bliebe abzuwarten. Klar ist, dass dem technisch beschlagenen Mittelfeldmann ein Spiel mit viel Ballbesitz, wie es der FC in der 2. Bundesliga pflegt, liegen würde.

Allerdings weist Stendera unverkennbare Schnelligkeitsdefizite auf und wäre damit nicht der erste Spieler im Kölner Kader, der in dieser Hinsicht Probleme hat. Mit 1,73 Metern wäre der frühere Junioren-Nationalspieler zudem bei gegnerischen Standards nur bedingt eine Hilfe.

Diese Schwächen ließen sich in Liga zwei möglicherweise einigermaßen kompensieren. Im Aufstiegsfall wäre ein Sechser von gehobenem Bundesliga-Format indes ein Schlüsselspieler, der bislang im Aufgebot fehlt und den auch Stendera kaum verkörpert. Und ob Stendera mehr als eine kurzfristige Hilfe bei der Mission Wiederaufstieg wäre, scheint nicht zuletzt wegen der Verletzungshistorie des gebürtigen Kasselers fraglich.

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