2. Runde im DFB-Pokal: 1. FC Saarbrücken gegen SC Paderborn – Kein klarer Favorit trotz Klassenunterschied

Autor: Christian Slotta Veröffentlicht: Mittwoch, 25.09.13 | 06:49

In der ersten Runde des diesjährigen DFB-Pokals hat der Drittligist 1. FC Saarbrücken mit Werder Bremen einen Bundesligisten aus dem Wettbewerb geworfen. Kein Wunder also, dass die Saarländer mit großem Optimismus in die Begegnung mit dem Zweitligisten SC Paderborn gehen, auch wenn es in der Liga bislang noch nicht so läuft. Der FCS liegt auf dem vorletzten Tabellenplatz und hat unlängst den Trainer getauscht. Der neue Coach Milan Sasic, seit eineinhalb Wochen Trainer der Saarländer, hofft auf ein Weiterkommen im Pokal, was sicherlich auch in der Liga für gehörig Rückenwind sorgen würde. Sasic hatte seinen 2011 den damaligen Zweitligisten MSV Duisburg bis ins Pokalfinale geführt. Die Gäste aus Paderborn gehen als klassenhöhere Mannschaft zwar leicht favorisiert in die Begegnung, wohl wissend, dass diese Partie kein Selbstläufer und ihnen alles abverlangt wird. In diese Kerbe schlägt auch SCP-Coach André Breitenreiter: „Saarbrücken wird ähnlich wie beim Sieg über Werder Bremen mit Mann und Maus versuchen, das Wunder zu schaffen. Wir wollen hochkonzentriert auftreten. Alle Spieler im Kader müssen hundertprozentig einsatzfähig sein.“

Die Gastgeber müssen allerdings auf Abwehrchef Nils Fischer verzichten, der mit einer Knieverletzung, die er sich im Spiel in Dortmund zugezogen hat, voraussichtlich die nächsten vier bis sechs Wochen ausfallen wird. Ebenso lang wird Mittelfeldspieler Andreas Glockner fehlen, der sich nach ausgeheiltem Fußbruch gerade erst in die Mannschaft zurückgearbeitet hat, nun aber wegen eines Muskefaserrisses im Oberschenkel erneut pausieren muss. Nachdem bereits in der letzten Woche bei Kevin Maek ein Kreuzbandriss diagnostiziert worden war, will sich Kapitän Marc Lerandy, der am Wochenende wegen einer Entzündung der Patellasehne fehlte, angesichts der Personalnot für das heutige Spiel notfalls auch fit spritzen lassen. „Wir brauchen jeden Mann“, meinte der 31-Jährige gestern. Ob er aber nach zwei Monaten Pause direkt in die Startelf rutscht, ist eher unwahrscheinlich.

Erst ein Mal hat der SC Paderborn in seiner Vereinsgeschichte die dritte Runde des DFB-Pokals erreicht. Im Jahr 2004 bezwangen die Paderborner Kicker zunächst den Hamburger SV (4:2) und anschließend den MSV Duisburg (2:1). Ansporn genug, um es nach so langer Zeit erneut zu schaffen, was für den wirtschaftlich nicht gerade auf Rosen gebetteten Verein auch finanziell attraktiv wäre. Was das spielende Personal betrifft, so verzichtet Cheftrainer Breitenreiter heute auf den angeschlagenen Angreifer Rick ten Voorde, der sich im letzten Ligaspiel in Dresden eine Fußverletzung zugezogen hat, sowie auf Abwehrrecke Christian Strohdiek, der seine Schultereckgelenksprengung noch nicht ganz auskuriert hat. Für ten Voorde wird Mahir Saglik als Sturmspitze auflaufen. Lukas Kruse, der am Wochenende Vater geworden ist und zuhause geblieben war, wird heute wieder im Tor stehen.

Wie alle anderen Pokalspiele mit Ausnahme der Partie SV Darmstadt 98 gegen den FC Schalke 04 am Mittwochabend wird auch diese Partie ausschließlich im Pay-TV bei Sky übertragen. Einen Live-Stream gibt es ausschließlich für Abonnenten via Sky Go. Alternativ bietet es sich an, die 90 Minuten in einem der zahlreichen Live-Ticker zu verfolgen oder aber auf das Fußballradio „Sport1.fm“ auszuweichen.

Voraussichtliche Aufstellungen:

1. FC Saarbrücken: Ochs – Falkenberg, Knipping, Pellowski, Stegerer – Eggert, Kruse – Korte, Deville, Göcer – Rathgeber

SC Paderborn: Kruse – Wemmer, Amedick, Hünemeier, Hartherz – Krösche, Demme – Kachunga, Wurtz, Vrancic – Saglik