SC Paderborn: Ausgeliehener Schallenberg überzeugt in Verl

SCV-Coach Capretti: "Ron hat alles."

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Freitag, 21.12.2018 | 12:00
Ron Schallenberg am Ball für den SC Verl

Dynamisch: SCP-Eigengewächs Schallenberg entwickelt sich beim SC Verl gut weiter. ©Imago/Dünhölter SportPresseFoto

Für den SC Paderborn läuft die Saison für einen Aufsteiger besser als erwartet, vor der letzten Partie des Jahres steht die Elf von Trainer Steffen Baumgart auf einem starken siebten Platz der Tabelle. Quasi von nebenan beobachtet das SCP-Eigengewächs Ron Schallenberg die gute Saison.

Der 20-Jährige ist momentan ins ca. 30 Kilometer entfernte Verl ausgeliehen, wo er die Defensive des Regionalligisten stabilisiert. 19 Mal stand er in dieser Saison im zentralen Mittelfeld auf dem Platz. Für den dortigen Trainer Guerino Capretti ist Schallenberg bereits nicht mehr wegzudenken.

„Gerade auf der Sechs macht er unheimlich viele Meter und stopft viele Löcher. Er ist der Balleroberer bei uns“, so der 36-Jährige gegenüber Liga-Zwei.de. Außerdem überzeugt ihn Schallenberg auch mit seiner Einstellung. „Ron ist fleißig und lernwillig. Er will sich immer verbessern.“

Parallelen zu Schonlau

Der SC Paderborn dürfte diese Einschätzung sicherlich gerne hören, hat er den Vertrag mit Schallenberg doch erst im April bis 2020 verlängert und sich durch die Leihe erhofft, dass der Youngster dadurch Spielpraxis sammelt – Plan aufgegangen. Bislang stand er im Herren-Bereich maximal für die zweite Mannschaft in der Oberliga auf dem Platz, jetzt beweist Schallenberg, dass er es auch höher kann.

„ Er hat jetzt schon einen großen Schritt nach vorne gemacht. ”
Capretti über Schallenberg

Eine ähnliche Erfolgsgeschichte war bereits die Leihe von Sebastian Schonlau. Der Innenverteidiger, der sich einen Stammplatz beim SCP eroberte, wurde in der Saison 2014/15 nach Verl ausgeliehen, überzeugte und konnte sich langfristig auch in Paderborn durchsetzen. Ob Schallenberg, der neben dem defensiven Mittelfeld auch die Abwehrzentrale besetzen kann, den gleichen Weg gehen kann?

„Ron hat alles. Ich traue ihm das absolut zu“, so Verl-Coach Capretti, der Schallenberg noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung sieht. „Er muss noch etwas mehr von Box zu Box marschieren, um öfter in torgefährliche Situationen zu kommen. Daran arbeiten wir und er hat jetzt schon einen großen Schritt nach vorne gemacht, kann sogar noch besser werden.“

Chance beim SCP?

Dass für Schallenberg der Sprung zu den SCP-Profis momentan schwierig ist, da Paderborn in der zweiten Liga überzeugt und die Mannschaft eine große Leistungsdichte aufweist, ist für Capretti nur bedingt ein Problem. „Das ist schon ein großer Sprung. Wenn ein Trainer aber seine Leistungen sieht und anerkennt, spielt es keine Rolle, ob er bei Paderborn in der 3. Liga oder in der 2. Liga spielt.“

Da Steffen Baumgart bekanntlich ein Trainer ist, der Einsatzwillen und Einsatzbereitschaft belohnt, sind die Aussichten Schallenbergs in Zukunft wohl nicht die schlechtesten – Voraussetzung dafür ist allerdings zunächst eine im Vergleich zur Hinrunde mindestens genauso stabile Rückserie und dadurch eine ebenso kontinuierliche Weiterentwicklung beim SC Verl.

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