SC Paderborn: Mit Doppelsechs oder mit Doppelspitze?

Klaus Gjasula als potentieller Schlüsselspieler

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 16.05.19 | 07:42
Klaus Gjasula

Gegen den HSV überraschend aufgeboten und überzeugend aufgetreten: Klaus Gjasula (r.) © imago images / pmk

Ein Schritt fehlt dem SC Paderborn nur noch bis zur Bundesliga, von der die Ostwestfalen noch vor zwei Jahren Lichtjahre entfernt schienen. Nun aber kann der SCP mit einem Sieg bei Dynamo Dresden am letzten Spieltag den zweiten Platz verteidigen und vier Jahre nach dem Abstieg die Rückkehr ins Oberhaus aus eigener Kraft perfekt machen.

Gespannt darf man sein, für welche Grundformation sich Trainer Steffen Baumgart in Dresden entscheidet. Beim 4:1 gegen den Hamburger SV am vergangenen Wochenende überraschte Baumgart mit dem Einbau von Klaus Gjasula ins defensive Mittelfeld anstelle eines zweiten Stürmers neben Sven Michel.

Da Sebastian Vasiliadis im zentralen Mittelfeld dadurch offensiver agieren und diese Freiheit zu zwei Toren nutzen konnte, kann man in der Nachbetrachtung von einem Glücksgriff sprechen. Dass der SCP nun auch in Dresden mit einem 4-2-3-1, das sich aufgrund von Philipp Klements sicherlich nicht klassischen Sechserrolle auch als 4-1-4-1 interpretieren lässt, beginnen wird, ist allerdings nicht sicher.

Vor dem HSV-Spiel mit einer Spitze nur mäßig erfolgreich

Gegen den HSV ging die Variante mit Michel als einziger Spitze zwar auf, doch die vorherigen Versuche ohne einen zweiten Angreifer verliefen nicht wirklich erfolgreich. Vor der Partie gegen Hamburg bot Coach Baumgart in dieser Saison bereits sieben Mal nur eine Spitze auf und konnte damit keinen einzigen Sieg verbuchen.

Bei zwei Niederlagen reichte es lediglich zu fünf Unentschieden – wie letztmals am 28. Spieltag beim SV Sandhausen. Und das 1:1 in der Kurpfalz wurde erst spät gerettet, als Baumgart längst Babacar Gueye als zweite Spitze für Sechser Gjasula gebracht hatte.

Zumindest diese Statistik spricht in Dresden für zwei Stürmer. Gegen den HSV freilich entschied sich Baumgart sicherlich trotz des Wissens um die überschaubare Ausbeute mit einem Mittelstürmer für Michel als alleinigen Frontmann. Vor der Partie in Dresden ist nun schwer vorherzusagen, auf welche Variante Baumgarts Wahl fällt.

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