SC Paderborn: Routiniers in einer Nebenrolle

Strohdiek, Correia und Heller kaum gefragt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 01.01.21 | 09:14
Christian Strohdiek

In dieser Saison noch gar nicht auf dem Platz: Christian Strohdiek. © imago images / Eibner

Zum Abschluss des 14. Spieltages am Montagabend hofft der SC Paderborn auf eine Fortsetzung seines vor Weihnachten positiven Trends. Nach zuvor drei Pleiten und einer gefühlten Niederlage gegen Eintracht Braunschweig (2:2 nach 2:0) gingen die Ostwestfalen mit Siegen beim VfL Osnabrück (1:0) und im DFB-Pokal beim 1. FC Union Berlin (3:2) mit zwei Erfolgserlebnissen in die kurze Weihnachtspause.

In Düsseldorf würde die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart nun natürlich gerne nachlegen, um in erster Linie das Polster zur Abstiegszone von aktuell immerhin sieben Punkten weiter zu vergrößern. Und auch wenn es nicht das erklärte Ziel ist, würde man sich in Paderborn wohl auch nicht dagegen wehren, wenn der Rückstand auf die Aufstiegsränge von derzeit sechs Zählern verkürzt werden könnte.

Für drei der erfahrensten Spieler im Kader ist es unterdessen wohl kein Vorteil, dass in diesem Jahr wegen der nur sehr kurzen Weihnachtspause keine klassische Wintervorbereitung stattfindet, in der die Karten neu gemischt werden. Denn für die Innenverteidiger Christian Strohdiek (32) und Marcel Correia (31) sowie Flügelspieler Marcel Heller (34) verläuft die Saison bisher sicherlich nicht wie erhofft.

Verträge von Heller und Strohdiek enden

Der eigentlich als Führungsspieler von Jahn Regensburg geholte Correia stand an den ersten drei Spieltagen in der Startelf, danach aber bei einer weiteren Einwechslung nur noch am 12. Spieltag gegen Braunschweig, als Sebastian Schonlau fehlte. Ansonsten hat sich mit Schonlau und Uwe Hünemeier, einem weiteren der insgesamt wenigen Routiniers im Kader, ein Innenverteidigerduo gefunden, das nicht nur Correia, sondern auch dem sogar noch gar nicht eingesetzten Strohdiek das Leben auch weiter schwer machen dürfte.

Groß und bislang offenkundig zu stark ist die Konkurrenz auch auf den offensiven Außenbahnen für den erst Mitte Oktober aus der Vereinslosigkeit geholten Heller, dessen Vertrag bei Darmstadt 98 zuvor nicht verlängert worden war. Nur auf drei Einwechslungen bringt es der einst für seine schnellen Dribblings gefürchtete Offensivmann und schaffte es seit dem siebten Spieltag gar nicht mehr in den 20er-Kader.

Mit den zunächst wohl gesetzten Sven Michel und Chris Führich sowie Christopher Antwi-Adjei, Kai Pröger und Marco Terrazzino hat Heller mindestens fünf Akteure vor sich, womit die Lage für den 123-fachen Bundesliga-Spieler weiter schwierig bleiben dürfte. Ändert sich daran nichts wesentlich, dürfte Hellers Zeit in Paderborn mit Vertragsende im Sommer schon wieder vorbei sein. Auch bei Strohdiek, dessen Arbeitspapier ebenfalls ausläuft, ist eine weitere Zugehörigkeit zum Profikader zumindest fraglich.