SC Paderborn: Streli Mamba im Visier des 1. FC Köln

Angreifer nicht zum Schnäppchenpreis zu haben

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 17.08.20 | 08:05
Fabian Wohlgemuth

Hat nichts zu verschenken: Fabian Wohlgemuth. © imago images / eu-images

An den 22. November 2019 wird sich Streli Mamba wohl Zeit seines Lebens erinnern. Bei Borussia Dortmund hatte der Angreifer mit einem Doppelpack großen Anteil der zwischenzeitlichen 3:0-Führung des SC Paderborn und auch, wenn es am Ende nur zu einem 3:3 reichte, galt Mamba anschließend als Mann des Tages. Eine Woche später erzielte der in Göppingen geborene Stürmer mit Wurzeln in der Demokratischen Republik Kongo beim 2:3 gegen RB Leipzig am 13. Spieltag bereits sein fünftes Saisontor und stand vielfach im Fokus.

Bis zum Ende der Saison sollte allerdings kein weiterer Treffer mehr hinzukommen. Vielmehr fand sich Mamba in der Rückrunde einige Male auch auf der Bank wieder und konnte seinen vielversprechenden Einstand in der Bundesliga letztlich nicht bestätigen. Dennoch weckt der 26-Jährige nach dem Paderborner Abstieg nun andernorts Interesse. Zwar ist vergangene Woche ein Wechsel zum italienischen Zweitliga-Aufsteiger AC Monza geplatzt, doch nun winkt offenbar eine noch attraktivere Anlaufstelle: der 1. FC Köln.

Mambas Vertrag läuft noch bis 2022

Wie der „kicker“ (Ausgabe 68/2020 vom 17.08.2020) berichtet, haben die Geißböcke bei der Suche nach einem schnellen und flexibel einsetzbaren Offensivspieler neben Robin Hack (1. FC Nürnberg) auch Mamba auf der Liste. Ein Abgang von Simon Terodde, dessen Wechsel zum Hamburger SV sich mehr und mehr abzeichnet, könnte beim FC dabei für den nötigen finanziellen Freiraum sorgen, um Mamba aus seinem noch bis 2022 beim SCP laufenden Vertrag herauszukaufen.

Nach den gescheiterten Verhandlungen mit Monza
„ Wir werden bei einem möglichen Transfer nicht über jede Brücke gehen. ”
Fabian Wohlgemuth

Dass Paderborn in Sachen Ablöse gewisse Vorstellungen hat, machte Manager Fabian Wohlgemuth bereits nach dem nicht zuletzt daran gescheiterten Transfer nach Monza im Westfalen Blatt deutlich: „Streli Mamba ist ein wichtiger Spieler innerhalb unseres sportlichen Konzepts und wir werden bei einem möglichen Transfer nicht über jede Brücke gehen. Letztendlich geht es darum, zuerst die Interessenlage des SC Paderborn im Blick zu haben.“

Angesichts dieser Aussage würde ein längerer Poker nicht überraschen, wobei nicht ausgeschlossen ist, dass auch noch andere Vereine ihren Hut in den Ring werfen.