SC Paderborn: Wieder schwer auszurechnen?

Torgefahr in den letzten Jahren auf viele Schultern verteilt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 31.07.20 | 07:58
Steffen Baumgart

Seine Mannschaft hatte in den letzten Jahren mehrere verlässliche Torschützen: Steffen Baumgart. © imago images / Jan Hübner

Mit den jüngsten Verpflichtungen von Maximilian Thalhammer (FC Ingolstadt) und Chima Okoroji (SC Freiburg, ausgeliehen) nimmt der Kader des SC Paderborn weiter Formen an. Mit den schon frühzeitig verpflichteten Pascal Steinwender (VfB Oldenburg) und Moritz Schulze (RB Leipzig U19) sind aktuell vier externe Neuzugänge notiert, denen aber noch die eine oder andere weitere Verstärkung folgen wird.

Auch für die Offensive, die auch künftig schwer auszurechnen sein soll. Darin, dass beim SCP viele Akteure Tore schießen können, lag in den vergangenen Jahren eine Paderborner Stärke. Auch in der abgelaufenen Bundesliga-Spielzeit, wenn auch im Oberhaus auf anderem Niveau als zuvor in der 3. Liga und der 2. Bundesliga. Mit Streli Mamba, Sven Michel und Denis Srbeny (je 5) sowie mit Abdelhamid Sabiri (4) trugen sich vier Spieler immerhin mindestens vier Mal in die Torschützenliste ein. Ben Zolinski (3), Kai Pröger, der schon im Winter abgewanderte Cauly (je 2) und Christopher Antwi-Adjei trafen als nominelle Offensivkräfte ebenfalls.

2018/19 treffen gleich vier Spieler zweistellig

Freilich kein Vergleich zu den Zahlen in den beiden Jahren zuvor unter Trainer Steffen Baumgart, dessen mutige und offensive Spielphilosophie sich anhand der dabei erzielten Treffer – (76 in der 2. Bundesliga 2018/19 und 90 in der 3. Liga 2017/18) bestens ablesen lässt.

In der 3. Liga ragte Michel mit 19 Treffern heraus, gefolgt von den ebenfalls zweistellig erfolgreichen Marlon Ritter (12) und Zolinski (10). Srbeny traf bis zu seinem Wechsel in der Winterpause zu Norwich City neun Mal, während Antwi-Adjei und Massih Wassey je acht Treffer verbuchten.

In der 2. Bundesliga gab es mit Philipp Klement (16), Antwi-Adjei, Michel und Bernard Tekpetey (je 10) gleich vier Profis mit einer zweistelligen Toranzahl. Hinzu kamen mit Sebastian Vasiliadis, Babacar Gueye (je 6), Zolinski (5) Pröger wiederum weitere torgefährliche Akteure.

Sich in Sachen Offensive erneut breit aufzustellen, dürfte eines der Ziele von Coach Baumgart auf dem sommerlichen Transfermarkt sein. Dass mit Michel und Srbeny ein gut funktionierendes Sturmduo weiterhin eingeplant werden kann, ist trotz des Abschieds von Zolinski und weiteren, noch möglichen Abgänge diesbezüglich bereits eine gute Basis. Und mit Blick auf die jüngere Vergangenheit, als der SCP mehrfach in unterklassigen Ligen wertvolle Verstärkungen fand, wäre es auch keine völlige Überraschung, wenn sich etwa der offensiv flexibel einsetzbare Steinwender als Glücksgriff erweisen würde.